Blog-Bilanz 2015 und eine Mitternachts-Suppe

Ein Jahr geht zu Ende, ein schönes, aufregendes, glückliches. Ich lächle….

Sina, die garnicht so giftige Blonde, hat zur Blog-Bilanz 2015 gerufen und ich folge, ganz klar.

Ich habe mich dieses Jahr auf ein Wagnis eingelassen und meinen etablierten blog Ninive loves Life stillgelegt, grade als er die magische Zahl von 100 followern erreicht hatte. Hauptsächlich um mich von den- natürlich von mir selbst erschaffenen- Ansprüchen ein stückweit freizumachen. Dies ist mir recht gut gelungen, ich schreibe über dies und jenes, mal mehr und mal weniger- so wie ich Zeit, Lust und Muße finde. Nun aber zur Blog-Bilanz mit ihren Fragen!

 

1. Was war 2015 dein erfolgreichster Blogartikel?

Das waren ganz eindeutig die Rettungsaktionen, ganz vornedran der Salat, dicht gefolgt vom unentbehrlichen Granatapfel-Sirup.

2. Welche drei deiner eigenen Blogartikel aus diesem Jahr haben dir persönlich am meisten bedeutet?

Suchwort Heimat– ein bewegendes Thema in diesen Zeiten.

An Tagen wie diesen– sich Mit-Teilen entlastet an Tagen wie diesen ungemein!

Schwenglisch in 3 Courses– die Idee drei Bloggerinnen ein Menü kreieren zu lassen fand ich klasse. Und unser Menü durchaus kreativ….

3. Und welche drei aus anderen Blogs haben dich am meisten inspiriert?

Dietmar Kappels Mühlenbrot, ein fantastisches Brot zu dem Micha einen Arbeitskreis einberufen hat… überhaupt Micha und ihre Backstube, da gabs ja noch

schwärzeste Cookies, genauso wie Sablés au chocolat– welche sind den nun die besseren? Bis ich das wirklich weiß wirds noch vieler vieler Tests bedürfen….

 

4. Welches der Rezepte, die du 2015 veröffentlicht hast, hast du selbst am häufigsten gekocht – und warum?

Das war ganz klar Brot im Umluft-Ofen, ganz einfach bis ich zunächst die Technik und dann das Rezept ausgetüftelt hatte- und der Ofen ist ja noch immer derselbe.

5. Welches Koch- oder Blog-Problem hat dich 2015 beschäftigt? Und hast du es gelöst?

Dazu verweise ich einfach auf obenstehende Frage, diese Herausforderung war groß.

Und der blog- der darf mir keine Probleme bereiten, das lasse ich ganz einfach nicht zu.

6. Was war deine größte kulinarische Neuentdeckung dieses Jahres – welches Lebensmittel, welches Rezept, welche Küchentechnik, welcher Geschmack hat dir eine völlig neue Welt eröffnet?

Nun, ich habe viel Neues gewagt in diesem Jahr. Mich beim Kuchenbacken, einer meiner Lieblingbeschäftigungen, mehr und mehr von Rezepten gelöst und eigene Kreationen entwickelt- die überwiegend auch noch gut ankamen in meiner Umgebung…. und mich an mehr und mehr Fisch gewagt. Beeindruckend fand ich den Versuch des pochierten Lachs, den ich im nächsten Jahr ausführlicher vorstellen möchte. Ein fantastisches Geschmacks-Erlebnis!

7. Was war der beste (oder lustigste) Suchbegriff, über den Besucher auf dein Blog gekommen sind?

Leider werden die meisten Such-Begriffe nicht mehr offengelegt, das finde ich sehr sehr schade. Dennoch sind ein paar witzige aufgetaucht, wie

Antonia Späne – ich hoffe doch lieber im Ganzen erhalten zu bleiben.

Roastbeef nach dem Schlachten- vor dem Schlachten wird das Roastbeef sich kaum zu erkennen geben.

8. Was wünschst du dir und deinem Blog für 2016?

Mir wünsche ich – blogwise- dass der Spaß und die Freude am Schreiben, am mit-Teilen, erhalten bleibt- und wenn sich dann doch nach und nach ein paar mehr Menschen hierher nicht nur verirren sondern gerne wiederkommen freue ich mich sehr. Schließlich gilt es mindestens die 50 follower zu knacken damit ich endlich die ausgelobten Gewinne loswerde.

Ansonsten bin ich mit Wünschen eher vorsichtig, ich träume mich lieber gelegentlich in ein Luftschloss- und freu mich umsomehr wenn ein Funken daraus auf mein Leben herniederfällt. Oder auch mal zwei oder drei….

 

Heute ist, wie bereits erwähnt, der letzte Tag des Jahres, der Tag an dem traditionell das neue Jahr mit einer Mitternachts-Suppe begrüßt wird- nach dem Champagner, versteht sich.

Ich hab da was vorbereitet:

Pulpo-Eintopf

Man nehme

1 ganzen Pulpo (Oktopus), putze diesen und schneide ihn in Stücke, wie für Gulasch.

Sodann schneide man klein

2 Frühlingszwiebeln

3 Stengel Staudensellerie

3 Möhren

und schwitze diese in

Olivenöl oder Butter an bis die Zwiebeln „blond“ werden. Hinzu kommen

1 TL Granatapfelsirup

1 Tl Ras-el-Hanout oder eine ähnliche Mischung orientalischen Ursprungs

1 El Gemüsebrühe-Paste; unter Umrühren lasse man das Ganze noch 2-3 Minütchen garen. Nun wird abgelöscht- zunächst mit

50ml Cognac, rühren,

100ml Weißwein, rühren,

1 Dose Tomaten, rühren, einmal aufkochen lassen.

Nun füge man den Pulpo hinzu, gebe den ganzen Topf mit Deckel in den vorgeheizten Backofen- 100-120°- und widme sich anderen Dingen. Ein gelegentlicher Blick  wäre von Vorteil, der Topf-Inhalt soll nämlich nicht temperamentvoll kochen sondern nur sanft ziehen. Gegebenenfalls empfiehkt sich eine Temperatur-Korrektur. Nach 3 Stunden füge man hinzu

3 Kartoffeln, geschält und in Stücke geschnitten

3 Möhren, ebenfalls in Stücke geschnitten, und lasse nochmals eine halbe Stunde garen.

Fertig! Nach Wunsch kann frische Petersilie, Pfeffer, Zitrone hinzugefügt werden- muß aber nicht, der Eintopf schmeckt auch ohne diese Beigaben ganz fantastisch. Eine ungewöhnliche Suppe die erstaunlich wenig Arbeit macht und erstaunlich viel Eindruck schinden wird.

*Pling*Pling*Pling*- auf ein fabelhaftes Jahr 2016!

 

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21 Gedanken zu „Blog-Bilanz 2015 und eine Mitternachts-Suppe

  1. Liebe Christine, ich wünsche dir einen guten Rutsch in ein wundervolles Jahr 2016.
    Auch wenn ich am letzten Tag des Jahres meinen Signore nicht mit dem Duft von Pulpo aus dem Suppentopf ärgern werde, speichere ich mir das Rezept mal ab, wohlwissend, dass ich die Suppe wahrscheinlich ganz alleine auslöffeln werde 😉

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    1. noch eine gute halbe Stunde, dann ist die Arbeit für diese Jahr beendet- und fängt im neuen Jahr auch nicht gleich an. und die Suppe- ich bin ja direkt gespannt was du daraus zaubern wirst.
      Komm gut rein, liebe Grüße zurück

      Christine

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    1. In Wahrheit gabs Wurstsalat …. Und endlich etwas aufatmen nach dem Jahresendspurt. Übrigens, wir hatten tatsächlich ein Weihnachtsei, ein Eier-Schinken-Körbchen auf Blättlein-Salat, am Heiligabend. Ein gutes 2016, liebe Susi!

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  2. Interessant, deine Blog-Impressionen zu lesen. Hat mich gleich zum Nachdenken angeregt. Eine herzhafte Suppe ist natürlich auch immer willkommen, obwohl ich hier zwar ohne weiteres lebende Hummer in jedem Supermarkt bekomme, Tintenfische etc. aber nur nach mehrstündiger Autofahrt.
    Ich wünsche dir ein gutes Neues Jahr, Christine, und, natürlich, weiter so!
    LG, Karin

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    1. Hummer, den gibt es hier nicht wirklich, zu teuer und eben auch keine vergleichbare Qualität, das Meer ist einfach zu weit weg.
      Schön dich zum Denken angeregt zu haben, hoffentlich in erfreulicher Weise.
      Danke für die Ermunterung, und ein gutes 2016 für dich

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  3. Welch ein zum Nachdenken anregender Post, liebe Christine – wie so vieles auf Deiner Seite! Ich wünsche Dir und Deinen Spänen ein großartiges 2016. Und dann mache ich mich auch gleich auf die Suche nach einem Tintenfisch …
    LG Steffi

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    1. Vielen Dank liebe Steffi, ich freu mich sehr wenn ich auch Anregung außerhalb der Küche bieten kann…. und der Pulpo, der wird dir gefallen. Auf ein fabelhaftes 2016! (In dem ich deinen Baby Jesus tatsächlich verbacken habe, und ganz stolz bin).

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