Tradition – Alles Käse oder was?

Irgendwo in meinem früheren Blog-Leben erwähnte ich schon einmal- Käsekuchen = Lieblingskuchen, das ist so seit ich denken kann. Traditionell gibt es den zu meinem Geburtstag, früher, in Kindertagen, wenn ich Glück hatte von der Mutter gebacken, viel zu früh jedoch mußte ich selber ran. Seit einigen Jahren nun hat sich klammheimlich eine neue Tradition eingeschlichen. Ist nämlich das Weihnachtsgebäck endlich aufgegessen (immer gibt es doch zuviel davon) ist das erste Gebäck aus meiner Backstube der Käsekuchen in einer seiner zahlreichen Varianten von Ricotta bis Cheesecake, so geschehen auch in diesem Jahr. Zudem in einer besonders luxuriösen Spielart, die mir schon ein Weilchen im Kopf herumspukte. Und die so unverschämt gut schmeckte dass ich sie euch keinesfalls vorenthalten möchte. Zudem paßt sie wunderbar zu Susannes Dauer-Event- Schatzsuche im Vorratsschrank. In selbigem, eigentlich in der Bar des Hauses B., befand sich nämlich seit geraumer Zeit eine Flasche Eierlikör eines Schwarzwälder Spirituosen-Herstellers. Im Überschwang gekauft, zuhause fällte Herr B. das Urteil- Kirschwasser im Eierlikör, unpassend ist das. Dennoch wurde der eine oder andre Eiskaffee mit einem Schuß desselben gekrönt. Zwar war die Saison für letzteren recht lang, dennoch wies die Flasche bei Ende derselben einen Stand „halbvoll“ auf. Als mir dann in den Weiten des Internetzes der Begriff „Eierlikör-Käsekuchen“ begegnete war klar, dieses Experiment wird gewagt.

Man nehme rechtzeitig, am Besten schon am Vorabend, mindestens jedoch 2 Stunden vor der Weiterverabeitung

750g Quark- in diesem Fall 500g Topfen Rahmstufe und 250g Ricotta, gebe diese in ein Sieb, hänge selbiges über eine Schüssel und lasse abtropfen.

Hier folgt ein kleiner Einschub, die Form in welcher der Kuchen gebacken wird, betreffend. Die Käsemasse ist so üppig dass selbst in einer 28cm-Springform das Einsetzen eines Tortenrings anzuraten ist um ein Überlaufen zu verhindern. Nun hatte ich im Hause B eine Springform von 26 cm ø – und keinen Tortenring zur Verfügung. Also unterzog ich die Schränke einer eingehenden Inspektion um dann auf das Unterteil eines ovalen Bräters als geeignete Backform zurückzugreifen. Mir der  Folge dass die Menge des Mürbeteigs, der als Boden und Rand dient, angepaßt werden mußte. Wer also den Kuchen in der Springform nachbacken möchte wähle die Angaben in Klammern. Und denke daran- 28 cm ø , Tortenring…

Weiter im Text, für den Mürbeteig siebe man

300g (250) Mehl Typ 550 auf die Arbeitsfläche, darauf gebe man

70g (60g) Zucker

1/2 Tl Vanillezucker (echt, 10%Vanille)

1 Eigelb

120g (100) Butter

30g (25)Pflanzenöl

1 El Creme Fraiche

1/2 Tl Hirschhornsalz

1 Prise Salz.

Dies alles verknete man mit den Händen zu einem Mürbeteig, kleide die Form damit aus und stelle sie kühl, hier waren es eine gute Stunde bei 1° im Freien.

Zeit um sich der Füllung zu widmen.

7 Eiweiß werden mit

80g Kristallzucker

1 Tl Vanillezucker (echt, 1%) zu steifem Schnee geschlagen und beiseite gestellt.

Die 6 Eigelb (eines ist ja im Mürbeteig gelandet, ihr erinnert euch) werden mit

1 Prise Salz

120g Puderzucker cremig gerührt, dann kommen

250g Butter

in kleinen Stückchen dazu. Mit der Küchenmaschine geht das besser als mit dem Handrührgerät, wenn die Masse nicht ganz glatt ist macht das nix.

Nun kommt der abgetropfte Quark von oben dazu, wird mit

70g Eierlikör

untergerührt, sobald eine glatte Masse entstanden ist wird die Hälfte des Eischnees untergezogen. Nun siebe man darauf

60g Speisestärke

hebe diese mit dem restlichen Eischnee unter und fülle die Masse in die mit Mürbeteig ausgelegte Backform. Nun wird als Krönung die Oberfläche noch mit

70g Eierlikör

begossen und die Köstlichkeit wandert in den Ofen. Vorheizen nicht notwendig, bei 140° Umluft wird gebacken. Nach ungefähr 30 min fahre man einmal mit einem scharfen Messer am Rand entlang- wobei, bei dieser Variante kann man sich das auch sparen. Die Gesamtbackzeit beträgt 70 min. Und dann kam der Kuchen sofort aus dem Ofen, er mußte nämlich Platz machen für einen Topf voller Rouladen.

Ein Duft, verführerisch bis dorthinaus. Und das Geschmackserlebnis hielt, was der Duft versprach. Die Streifen Eierlikör waren teils eingesunken, das ergab gelegentliche Geschmacks-Explosionen im Innern des Kuchens. Und die Konsistenz- genau so wie ein guter Käsekuchen sein soll, luftig und cremig zugleich. Ich habe schon Nachschub an Eierlikör geordert…..

 

 

Advertisements

15 Gedanken zu „Tradition – Alles Käse oder was?

  1. Das Rezept hört sich superlecker an und die Zutaten sind alle vorhanden, selbst eine 32er Springform befindet sich unter meinen Küchenutensilien – dem Nachbacken steht also rein gar nichts im Wege!

    Frühlingshafte Grüße in den Norden sendet
    Elvira

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s