Sonntags-Improvisation

Es war sonntags. Mit deutlichem Schlafdefizit, verursacht durch den sehr frühen Abflugstermin in Richtung Heimat, hatten wir zwar einen Abstecher in eine Bäckerei gemacht allerdings nur um ein paar Brötchen und Croissants zu erstehen. Denn der Hunger käme bestimmt, auch wenn die letzten Tage überaus nahrhaft ausfielen so daß ich um die Waage erstmal einen Bogen machen werde.

Tatsächlich fanden sich in den Vorratsschränken einige recht delikate Beläge, so dass nach einem ausgiebigen Spätstück zum Heimkehrer-Sonntagsglück nur noch ein Stückchen Kuchen fehlte, am Besten hausgebacken, ist ja klar. Ich betrachtete also den Inhalt des Kühlschranks, fand Eier aber kaum Butter. Ein Blick in den Schrank- Öl ist noch genügend vorhanden. Mehl ebenfalls, sogar Mandelmehl- und, hatten wir nicht erst kürzlich über irgendwas gesprochen was endlich weg müßte? Tatsächlich, nach kurzem Nachdenken fiels mir wieder ein, die kleinen Milka-Täfelchen, gekauft in einer akuten Notlage, zuhause gut aus dem Weg geräumt, die wären doch geradezu ideal in so einem ungeplanten Kuchen aufgehoben.

Gesagt getan, stellte ich mich also in die Küche und nahm

4 große Eier, diese schlug ich mit

130g Zucker

1 Prise Salz zu einer hellgelb- schaumigen Creme. Dazu gab ich

250g Mehl

1/2 Päckchen Backpulver

100g Mandelmehl und rührte dies alles unter. Sodann fügte ich hinzu

100g Pflanzenöl

2 El Schnaps (Birne, meine ich, wärs gewesen)

50g Milch

und nachdem dies alles verrührt war gab ich zu guter Letzt die

130g gehackten Schokotäfelchen dazu. Den Teig füllte ich in eine gefettete Kastenform und ließ ihn knapp 50 min bei 160° Heißluft backen, bis die Stäbchenprobe zufriedenstellend ausfiel.

Nachdem der Kuchen, noch lauwarm, gleich probiert und für gut befunden wurde fühlte ich mich aufs Angenehmste zuhause angekommen.

Ein Stück meiner Improvisation kriegt Susanne Magentratzerl für ihre Schatzsuche im Vorratsschrank, wir sind jetzt wirklich froh dass diese Schoko-Täfelchen einer sinnvollen Bestimmung zugeführt werden konnten. Ha!.

Sonntag ist Klassik-Tag und so gibt es zum Kuchen die passende Improvisation- für ein bißchen Sonntagsstimmung mitten in der Woche.

 

 

 

 

Advertisements

9 Gedanken zu „Sonntags-Improvisation

    1. Irgendwie brauch ich das Backen um mich wieder zu sortieren, egal ob nach Abwesenheit oder in Stress-Situationen. Ja, der Urlaub war schön, danke der Nachfrage; sehr angenehm und entspannend- genau das was wir gewünscht hatten.

      Gefällt mir

  1. Wie kann man sich besser erden nach einer Flugreise als durch Handarbeit, egal ob Garten oder Küche. Und einen weiteren Nutzen hat man ja dann durch so einen wunderschönen Kuchen!

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s