Antonia Späne

was denkt ihr was das sein könnte? Und wie komme ich dazu darüber zu schreiben?

Schuld ist natürlich, Eingeweihte werden es ahnen, eins der schönsten Events in Blogistan

Steffen und Sabrina gehen in die dritte Runde mit ihrem genialen Einfall- nimm den witzigsten, skurrilsten, interessantesten oder sonstwie herausragenden Suchbegriff mit dem jemand auf deiner Seite gelandet ist und setze ihn kreativ um, schreibe eine Geschichte, koche, backe, mixe….

Ich bin ja vor ungefähr einem Jahr mit meiner Seite vollkommen umgezogen und habe den Eindruck ich werde weniger gefunden; und wenn dann überwiegend mit „unbekannten Suchbegriffen“- die Suchmaschine gibt nicht preis was am anderen Ende der Suche eingetragen wurde. Schade, und ich war tatsächlich stark in Versuchung mir einen Begriff der alten Seite zu stibitzen, „magische Suppenbilder“- ist das nicht eine grandiose Vorlage? Doch noch lieber wollte ich der Anna Antonia ihre Chance geben, ein paar vielversprechende Sucheinträge sind auch hier in Erscheinung getreten.

Beispiel gefällig?

Die teuerste Zitrone

Roastbeef nach dem Schlachten

und eben besagte

Antonia Späne.

Antonia, so ergaben Recherchen, heißt eine Kartoffelsorte- allerdings eine die mir noch nicht vorgestellt wurde- und einfach aus einer anderen Sorte Kartoffeln Späne zu fabrizieren, nee, nee, Kinder, wir sind ja hier ehrliche Leute und würden so etwas Hinterlistiges niemals nicht tun.

Also hieß es Überlegen, woher kriegt die Antonia ihre Späne?

Anna Antonia, der Name meines blog, hat quasi einen geschichtlichen Hintergrund, meine Oma stand Pate. Und mit meiner Oma verbinde ich schöne Erinnerungen, an endlos lange Ferien in denen viel Besonderes stattfand was es zuhause nicht gab. Die Oma hatte einen Fernseher, der konnte -für heutige Verhältnisse unvorstellbar- das erste Programm exklusiv in schwarz-weiß empfangen und wir haben manch vergnügliche Stunde mit den Filmen von Heinz Rühmann, Hans Moser und Konsorten verbracht.

Was sie so gekocht hat, daran hab ich kaum Erinnerung- Kuchen gab es jedes Wochenende, das weiß ich noch. Teils vom Bäcker, man konnte dort auf dem Land beispielsweise ein halbes Blech Streuselkuchen kriegen. Teils hat sie selbst gebacken, mit Vorliebe Torten was ja nun meins wiederum so garnicht ist. Jedes Wochenende Kuchen, diese Tradition habe ich irgendwann wieder aufleben lassen, komme ich mal ein Wochenende nicht zum Backen fehlt mir etwas.

Also langer Rede kurzer Sinn, natürlich finden die beiden Begriffe über einem Kuchen zusammen.

Habt ihr ja schon gesehen, oben, am Titelbild. Und was gibt so schöne essbare Späne? Kokosflocken, ganz recht.

Man nehme

125 ml Sahne, erhitze diese,  schmelze darin

50g dunkle Kuvertüre und gebe noch

1 El Kakaopulver dazu.

Sodann trenne man

4 Eier

und schlage die Eiweiß mit einer Prise Salz zu festem Schnee.

In einer weiteren Schüssel rühre man

250g Butter mit

150g Zucker schaumig-cremig und gebe nach und nach die 4 Eigelb hinzu.

Dem füge man

300g Mehl (Typ 405)

1/2 Päckchen Backpulver und nach und nach

150 ml Milch zu und rühre zu einem glatten Teig.

Von diesem Teig gebe man die Hälfte unter die Schoko-Sahne vom Anfang

unter die andere Hälfte rühre man

130g Kokosraspel und

75 ml Sahne.

Nun teile man noch den Eischnee gleichmäßig auf die beiden Teige auf und hebe diesen vorsichtig unter.

Die vorbereitete Backform- bei mir eine quadratische von 24x 24 cm – wird nun befüllt, und zwar immer abwechselnd einen Esslöffel dunklen und ein Esslöffel hellen Teig von der Mitte aus aufeinandersetzen so dass der Teig streifenförmig nach den Seiten wegfließt. Das tat er bei mir nur sehr begrenzt, daher denke ich es ist auch ok die beiden Teige einfach abwechselnd in die Form zu klecksen…. jedenfalls so dass die Form nachher gut und gleichmäßig gefüllt ist und in den auf 175° vorgeheizten Ofen geschoben werden kann. Nach 35 min die erste Stäbchenprobe, nach weiteren 5 min war der Kuchen fertig.

Nun kommt die Glasur, denn ohne Glasur keine Späne! Dafür

100g dunkle Kuvertüre

30g Butter

50g Vollmilchschokolade

langsam in der Mikrowelle temperieren- auf halber Stufe 20 Sekunden, rühren, weitere 20 Sek Mikrowelle, nochmals rühren, and so on bis eine glatte Creme entsteht. Es war mein erster Versuch mit dieser Methode und der verlief so überzeugend dass ich diese beibehalten werde.

Die Creme über den zwischenzeitlich aus der Form befreiten Kuchen (noch warm) gießen und mit einer Palette gleichmäßig verstreichen. Alsogleich mit

Kokosraspeln

dekorativ bestreuen- voilà – Antonia Späne!

 

PS wo der viele Schoko-Teig abgeblieben ist?

PSPS Inspiriert hat mich dieses Rezept.

PSPSPS Der Kuchen übt auf mich eine magische Anziehungskraft aus, ich muß mich direkt überreden auch mal was anderes zu essen. Danke also, an den unbekannten Suchenden, und an Sabrina und Steffen, ohne die ich nie zu diesem Kuchen gekommen wäre.

 

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14 Gedanken zu „Antonia Späne

    1. ein kleines Stückchen ist noch da! Mir fehlt das ungeheuer, wenn ich nicht zum Backen komme. Gestern war ich richtig produktiv, mit 2 Ciabatta, 2 Flammkuchen und ein Mohn-Apfelkuchen. Danach gings mir richtig gut….

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