Die Milch machts!

Die Milch, sie beschäftigt gerade die Gemüter, wie sie es immer wieder tut, seit Beginn der industriellen Landwirtschaft. Butterberge, an die kann ich mich noch aus meiner schon ein paar Jahrzehnte Tage zurückliegenden Kinderzeit erinnern. Und an den Gang zur Milchfrau, mit der Kanne in der Hand, um wahlweise 1,5 oder 2 Liter frische Milch zu kaufen. Und den Ärger den es gab wenn diese Milch auf dem Heimweg im wahrsten Sinne des Wortes verschleudert wurde- dann nämlich wenn bei der Erprobung der Fliehkraft selbige falsch eingeschätzt wurde und die Milch sich aus der umhergeschleuderten Kanne auf den Weg ergoß. Und meine Verwunderung über die Erkenntnis dass in Deutschland, ja selbst in meiner Familie, ganz offensichtlich verschiedene Sprachen gesprochen wurden.

Mutter: Bist du gelaufen?

Ich: Ja. – Was hätte ich auch sonst sagen sollen? geflogen, gefahren, geschwommen, alles sehr unwahrscheinlich. Erst viel später kam ich drauf dass schwäbisches „Laufen“ im Rest Deutschlands „Gehen“ bedeutet, während „Laufen“ dem schwäbischen „Rennen“ oder „Sauen“ entspricht. Jedenfalls war es immer noch besser den gesunkenen Milchstand in der Kanne mit „Gelaufen“ zu erklären als mit dem verbotenen Schleudern.

Ich mochte Milch schon immer, und mag sie immer noch. Milchkaffee ist mein Kaffee, meine erste Tasse Tee am Morgen wird mit viel Milch genossen, abends gibt es gerne mal einen heißen Kakao mit einem ordentlichen Schuß Rum drin.

Seit ich die Einkaufs-Verantwortung trage gibt es frische Milch, viele Jahre gab es die Möglichkeit direkt beim Bauern welche zu holen. Denn H-Milch, mag sie noch so praktisch sein, schmeckt einfach nicht. Punkt. Später kam ich zügig auf die Milchflasche, schuld daran ist der Landkreis der keine gelben Säcke verteilt sondern wünscht dass  Wertstoffe auf Wertstoffhöfen entsorgt werden- die Fahrerei dahin wollte ich auf ein Minimum reduzieren. Und seit es Bio-Milch auch in Supermärkten gibt, teils sogar aus regionaler Produktion, war das meine Wahl.

Nun las ich kürzlich hier  über regional erzeugte Milch, zu fairen Bedingungen für die Bauern vermarktet- dies gab den Auslöser endlich einmal den Milch-Drive-In zu testen den es seit einigen Monaten in der Nähe gibt. klick

Gesagt, getan, und festgestellt die ganz frische Milch, die schmeckt nochmal besser als die Bio-Milch aus dem Supermarkt. Und was stelle ich fest, beim nächsten Einkauf im Hofladen/Café in der Nähe des Zweithaushalts? Ab sofort-tagesfrische Milch im offenen Verkauf. Für 0,75 pro liter; nochmal so viel für die Flasche- einfach super. Und wer weiß, womöglich schmeckt die Milch noch besser, steht den Kühen erst der im Bau befindliche Komfort-Stall zur Verfügung…. zu finden ist der  hier.

Wie steht ihr zur Milch? Und wo kauft ihr eure Milch?

 

 

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9 Gedanken zu „Die Milch machts!

  1. Meine Milch bestelle ich immer bei der Biokiste mit, die kommt in Mehrwegflaschen und nicht homogenisiert. Wenn sie aus ist, gibt es nicht homogenisierte Milch aus dem Laden, gerne Bio und unbedingt von nicht weit her. H-Milch ist mir grundsätzlich ein Graus und auch dieses Zeug mit dem extra long shelf life, brrr.

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    1. In der Bio-Kiste kam bei mir auch immer Milch mit- und als ein Lieferant unangekündigt von Pfand-Flaschen auf Tetrapak umstellte hab ich gewechselt. Dies extra-long-shelf-life find ich genauso grauslich, dann lieber für den NOtfall ein zwei Packungen H-Milch in den Vorratsschrank stellen.
      Wobei, diese Bauern-Milch, die hat schon nochmal eine andere Qualität.

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  2. Wir haben sie früher auch direkt vom Bauern geholt, inzwischen kaufe ich schweren Herzens die Bio-Milch im Supermarkt, wobei das ein Kompromiss ist, schmecken tut die „unbehandelte“ um Welten besser. Aber wir trinken sie nicht mehr pur, sondern nur noch im Kaffee und dafür ist sie immerhin OK…

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    1. Ja, der Kaffee mit seinem starken Eigengeschmack, da merkt man die Eigenheiten der Milch nicht mehr so intensiv. Und Bio, womöglich regional, ist aus dem Supermarkt immer noch die beste Alternative.

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  3. Mit H-Milch oder auch schon mit ESL-Milch (die ich übrigens nicht für böse halte) kann man mich jagen! Auch mit entfetteter Milch. Ich brauche meine Vollmilch. Allerdings ist Rohmilch auch nicht so mein Ding. Ich muss gestehen, dass ich pasteurisierte und homogenisierte Milch am liebsten mag.
    Gut, dass ich nicht in allen Dingen so heikel bin. 😉

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    1. Milch ist schon was Besonderes, da gehen die Geschmacksvorlieben doch sehr auseinander. Manche mögen ja gar keine… und wer lactose-intolerant ist hat im Bereich Frischmilch eh ganz schlechte Karten. Von daher… heikel und besonders sein ist voll ok!

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  4. Die Andechser Bauernmilch, die es auch in manchen Supermärkten gibt, stammt aus fair bezahlten Milchbetrieben. Die Molkerei bezahlt – laut FAZ – ihren Milchbauern 47 Cent pro Liter. Aber ich will auch bald mal die Milch-Tankstelle in Taunusstein ausprobieren. Danke für Deinen tollen Post. Morgen geht’s bei mir um’s Ei. Auch so ein Thema…

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    1. Hier gibt es- wie Feinschmeckerle schon erwähnte- Die kleine Molkerei aus Tübingen, und Albmilch auf der Alb, in manchen Supermärkten zu kaufen, was sehr begrüßenswert ist. Wobei so eine ganz frische Milch iust einfach nochmal ne ganz andre Hausnummer. Und- die ganzen Milchprodukte, die hängen da ja auch noch dran- es nutzt ja nix Milch ab Hof zu kaufen und dann den Fabrik-Käse von wem auch immer….
      Auf das Ei freu ich mich, morgen hab ich auch etwas Zeit zu lesen. Und danke fürs Vorbeischauen!

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