Millirahmstrudel

Alpenküche

Alpenküche, so heißt das Thema im aktuellen Blog-Event von Zorras Kochtopf- ausgedacht hat sich das Kebo die in den Alpen lebt und wohnt – was sie  dort Feines kocht und bäckt und noch viel mehr zeigt sie uns in ihrem blog kebohoming. Sie erwähnt im Besonderen Milch, Eier, Mehl als wesentliche Bestandteile die in den Küchen der Alpen immer zur Verfügung standen- tatsächlich habe ich  nicht viel mehr an Zutaten verwendet um diesen köstlichen Millirahmstrudel zu fabrizieren, eine Spezialität aus der österreichischen Mehlspeisenküche.

Der erste Schritt findet bestenfalls ein paar Stunden vor dem Backen statt- der Quark oder Topfen wird in ein Haarsieb über einer Schüssel platziert und abgetropft. Mein Ausgangsmaterial, 500g Schichtkäse, schrumpfte so über Nacht auf 370g Quarkmasse zusammen. Was dem Gelingen des fertigen Strudels- und jedes anderen Gerichts auf Quark-Basis- sehr zugute kommt.

Weiter gehts am nächsten Morgen mit dem Strudelteig. Diesmal gelang er mir so gut wie noch niemals zuvor- und das ging folgendermaßen:

Man nehme

125g Mehl Typ 550

125 Weizen-Dunst

1 Prise Salz , mische dies auf der Arbeitsplatte etwas durch, forme einen Krater in der Mitte und gebe dort hinein

30g Sonnenblumenöl. Mit einem großen Messer hacke man das Öl unter und gebe nach und nach

130 g Wasser hinzu, wenn die Masse anfängt sich zu verbinden lege man das Messer zur Seite und knete mit den Händen bis sich ein geschmeidiger Teig entwickelt. Ich haue den Teig auch immer mal auf die Platt, das fördert ebenso die Konsistenz. Ist der Teig schön geschmeidig forme man ihn zu einer Kugel, streiche diese mit Öl ein und lasse zugedeckt 1-2 Stunden ruhen.

In der Zwischenzeit widmen wir uns der Füllung- die ist recht unkompliziert.

Zunächst schlage man

3 Eiweiß mit

60g Zucker und

1 Prise Salz zu einem schönen Eischnee.

In einer weiteren Schüssel rühre man

125g Butter mit

50g Zucker schaumig auf und füge hinzu

die abgeriebene Schale einer Zitrone

1 Tl echten Vanillezucker

3 Eigelb , peu à peu

400g abgetropften Quark (annähernd…)

300g saure Sahne.

 

Es folgt der spannendste Teil – das Ausziehen des Teigs. Halt, erst noch den Backofen vorheizen, 150° Umluft.

Auf einem großen Tuch, hier ein Tischtuch das seine besten Tage hinter sich hat, verteile man Mehl, eine ganz dünne Schicht. Die Teigkugel wird zunächst mit den Händen etwas platt gedrückt und in Form gezogen, dann in die Mitte des Tuchs platziert. Nun habe ich einfach immer ringsum an den Rändern sanft gezogen, so lange bis der Teig tatsächlich nahezu das ganze Tuch bedeckte, fast 1mx1m. Unglaublich- ganz ohne Wellholz und Kraftanstrengung.

Dem Teig werden zunächst die verbliebenen dicken Ränder abgeschnitten und dann wird er- vorsichtig, damit er nicht reißt- mit

flüssiger Butter bepinselt.

Nun hebe man vorsichtig den Eischnee sowie

1 El Mehl unter die Quarkmasse und verteile diese gleichmäßig auf der Teigplatte. Dann verteile man

Rumrosinen oder wie ich diesmal in Likör eingeweichte Cranberries malerisch auf der Füllung, schlage an den Seiten den Teig über die Füllung  und rolle das Gebilde mit Hilfe des Tuchs zu einer Rolle auf. Diese bugsiere man- dies geht nicht ohne Falten ab- in eine zuvor gefettete große Backform, hier das Unterteil eines Bräters. Und ab in den Ofen damit!

Nun verrühre man

1/4 l Milch mit

2 Eiern

2 El Creme fraiche und

2 Tl Vanillezucker.

Nach 15 min Backzeit schalte man zurück auf 130° Umluft, übergieße den Strudel mit der Eiermilch und lasse nochmals 45 min backen. Es empfiehlt sich den Strudel noch ungefähr 30 min im ausgeschalteten Ofen zu belassen. Außer der Hunger wäre zu groß…. lauwarm genossen schmeckt er am Besten.

 

So schnell ist noch selten ein Kuchen verschwunden….

Inspiration lieferte dieses feine Buch*

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15 Gedanken zu „Millirahmstrudel

    1. Liebe Tanja,
      Dunst ist eine spezielle Ausmahlung, eventuelkl auch als „Instant-Mehl“ bekannt. Ich verwende das sehr gerne für Hefezopf- und zukünftig immer in dieser Mischung für den Strudel, denn der Teig war einfach fantastisch.
      Grüßle
      C.

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    1. Bisher mein bester Strudelteig- und ja, zum Kaffee ideal. Das Thema hat Spaß gemacht, ich hätte- bei mehr Zeit meinerseits- noch etliche Beiträge liefern können; Tafelspitz mit Beilagen gabs am Sonntag beispielsweise. Aber irgendwann muß ich auch mal arbeiten, da muß das Schreiben zurückstehen.

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