Luftiges Sommerbrot

„Dein Brot hat zuwenig Löcher“ – diese Kritik der Mit-Esserin verfolgt mich seit der Brotback-Virus mich befallen hat. Schmeckt gut, aber zu wenig Löcher. Nun, mehrere Jahre mit Brotbacken beschäftigt, habe ich ein endlich Brot aus dem Ofen gezogen- Loch an Loch und hält doch. Ein fabelhaftes Brot, fabelhaft mit Butter und Honig; mit Leberwurst und Senf; zum Salat, zum Rühr-Ei…. und schon gibt es neuerliche Kritik, es paßt nämlich nicht ordentlich in die Versperdose. Also, den Kindern, auch den  erwachsenen, kann mans einfach nicht recht machen.

Ausgehend von diesem Rezept   des Brotdocs begann ich eines Vormittags damit, zunächst einmal einen mir  passenden Zeitplan auszuarbeiten, der sich mit meinen Arbeitszeiten als kompatibel erweisen würde.

Zunächst verknetete ich

160g „Rimacinata“ aus Hartweizen mit

80g Wasser und

20g Lievito Madre.

Zudem setzte ich eine Biga an, aus

100g „Rimacinata“

50g Wasser

0,2 g Trockenhefe (schätzungsweise, meine Löffelwaage ist out of order….) , fest miteinander verknetet. Die beiden Vorteig-Kugeln nahmen nebeneinander in der großen Rührschüssel Platz und durften etliche Stunden – knapp 8 waren das- bei 35° vor sich hin arbeiten.

Das  vom Brotdoc vorgeschlagene Kochstück stellte ich ebenfalls schon an, dafür nahm ich

20g Ruchmehl (Typ 1200), was ich mit

100g kochendem Wasser verrührte.

Irgendwann während der nachmittäglichen Arbeit fiel mir ein- ich wollte ja den Backofen auf „nur Licht an“ stellen- wie wohl die lange Zeit bei 35° sich auswirken würde? Ganz fabelhaft, stellte sich heraus,  beide Vorteige hatten sich erfreulich deutlich entwickelt.

Ich fügte hinzu

200 g Weizenmehl Typ 550 (aus Gelbweizen)

190g Rimacinata

270g Wasser

das Kochstück 

ließ die Maschine in etwa 3 Minuten kneten und den entstandenen Teig 30 min ruhen.

Nach dieser Zeit kam noch hinzu

14g Salz

2 El Olivenöl.

Nun kam die Hauptarbeit für die Maschine- auf Stufe zwei kneten, kneten, kneten- nach 14 Minuten war der Teig tatsächlich vollständig von der Schüssel gelöst, kam in eine geölte Schüssel und durfte sich bei molligen 35° im Backofen gemütlich machen. Gelegentliches Strecken und Falten während der nächsten 90 min ließ er geduldig über sich ergehen.

Und hatte ein Volumen erreicht was mein längliches Gärkörbchen bereits zur Gänze ausfüllte, so nahm ich eben ein rundes Körbchen, bemehlte es sehr gründlich und legte den rund geformten Teigling, Schuß nach unten, dort hinein. Über Nacht durfte das werdende Brot abgedeckt in den Kühlschrank.

Am nächsten Morgen führte der erste Weg an den Backofen, 250°, mit Stein, einstellen; der zweite Griff war an den Kühlschrank, das trotz der herrschenden 4° wunderbar hochgegangene werdende Brot auf Zimmertemperatur bringen.

Nach 30 min kam das Brot mit Hilfe des gut bemehlten Einschießers in den Ofen, nach 2 min schüttete ich eine Tasse Wasser in das für diese Zwecke auf dem Ofenboden befindliche Alu-Blech, nach weiteren 15 min entlüftete ich den Ofen und stellte auf 225° runter.

50 min durfte das Brot backen, dann öffnete ich die Tür einen Spalt und ließ es nochmals 5 min im Ofen.

 

Die anschließende Vormittags-Arbeit wurde von der Vorfreude auf ein sommerliches Mittagessen versüßt, ein bunter Salat mit Brot, auf der Terrasse genossen- einfach fabelhaft.

Und da ich meinen Fleiß was hausgemachte Pasta angeht eindeutig überschätzt habe beim Einkauf eines Sacks Semola Rimacinata, dem italienischen Hartweizenmehl, der nun ein Warte-Dasein in der Speisekammer fristet, darf dieses Brot zu Susanne Magentratzerls „Schatzsuche im Vorratsschrank“.

 

 

 

 

 

 

Nicht vergessen:

 

Zu guter Letzt kriegt „we love yeast“, die Rezeptsammlung,  auch ein Scheibchen ab. Wenn noch was da ist.

 

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12 Gedanken zu „Luftiges Sommerbrot

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