Faxen dicke oder Nummer 5, die kanns!

Erinnert ihr euch daran? Ein klasse Rezept für einen klasse Marmorkuchen, den ich mit einer klasse Glasur krönen wollte, gebacken in der hochgelobten Nordic-Ware-Form- und das war das Ende jeglicher Klasse. Woran das Scheitern lag? Hupfe oder Napfkuchen sind immer kritisch, die ersten Exemplare gingen recht gut aus dieser speziellen Form raus aber mittlerweile ist womöglich durch zu rabiate Reinigungsversuche ein Schaden entstanden, die Kuchen hängen.Und ich, ich hatte die Faxen dicke, wollte doch unbedingt diesem Marmorkuchen aus dem Bäcker-Baier-Buch* mal zu seiner Klasse verhelfen, daher hab ich mir kurz entschlossen einen Hupf aus Silikon zugelegt. Signalfarbig, in der Hoffnung dass sich dem kein Kuchen mehr widersetzt. Meine fünfte- ist das zu fassen? Und am Sonntag, beim Bummeln,  erspähte ich eine antiquarische wunderschöne, aus Kupfer- ob die wohl den Einzug als No.6  schafft?

Hier meine Hupf-Parade:

Und jetzt gehts endlich an den Kuchen!

Man nehme

250g Butter, rühre sie mit

150g Zucker

schaumig, rühre nach und nach

3 Eier

2 Eigelb

abgeriebene Schale von 1/2 Zitrone

1 Tl Vanillezucker, echt, 10% Vanille

gründlich unter, füge

140g gut abgetropften Quark

250g Mehl (Typ 550)

100g Mandelmehl

10g Backpulver

1 gute Prise Salz

hinzu und rühre alles zu einem glatten Teig.

2/3 dieses Teigs gebe man in die vorbereitete Form, dem restlichen Drittel füge man

10g Zucker

15g Kakaopulver

1/2 Tl Zimt

2-3 Esslöffel Rum

zu und verrühre dies ebenfalls gut. Diesen dunklen Teig gebe man nun zu dem hellen in die Form und ziehe mit einer Gabel oder einem Löffelstiel schwarz-weiße Muster in den Teig.

Ab in den Ofen damit…. 160° Umluft, für ungefähr 45 min, nach positiver Stäbchenprobe rausgeholt, die Spannung stieg- und ein Triumphschrei stieg aus meinem Innern auf. Ein Marmor-Hupf, gänzlich in einem Stück…

Für die Glasur- nicht die der obersten Konditorenklasse, die gibt es ein andermal-

100g dunkle Schokolade

25g Vollmilchschokolade

20g Butter

20g Sahne

zusammen schmelzen, den Kuchen damit bepinseln und nach Gusto mit

gehackten Mandeln oder einer anderen dekorativen geschmackvollen Zutat bestreuen.

give me five

 

Ein Rührkuchen dem durchaus ein Platz auf einer Geburtstagstafel gebührt- und so geht er an Petra, deren schöner Blog Obers trifft Sahne den 5. Geburtstag feiert- die 5te Form, die macht’s möglich. Übrigens eignet sich der Kuchen auch gut als Studentenkuchen, mit dem Quark und den Mandeln bleibt er unter der Schoko-Glasur lange frisch.

 

 

 

 

 

 

*Osiander, der regionale Buchhändler, und ich freuen uns über Bestellungen!

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22 Gedanken zu „Faxen dicke oder Nummer 5, die kanns!

    1. Bißchen wenig Profil an der Oberfläche hatte ich auch, und denke schon drüber nach mit welchem Trick ich dies bekämpfen kann. Der Kuchen – ich fand ihn klasse, meine Mitesserinnen auch, mit der beste Marmor den ich kenne.

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  1. Rezept wird ausprobiert.
    Die Hupf-Diva kannst du bestimmt mit Trennspray (https://goo.gl/ZalDgY) reanimieren? Das benutze ich mittlerweile bei Formen aller Art (Glas, Keramik, Emaille, Silicon, Stahl) und alles flutscht ohne die geringste Widerborstigkeiten aus der Hülle. (Das Einsprühen würde ich allerdings auf Terrasse oder Balkon verlegen. Trennspray nebelt ein wenig ;o)

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      1. Wie es der Zufall will habe ich mir gestern eine, meine erste, Gugelhupfform gekauft. Und dann kommst du heute mit diesem Rezept daher. Das nenne ich timing. 🙂
        Und ich nehme auch grundsätzlich bei allen Kuchen oder Muffins Back-Trennspray. Funktioniert immer!
        Ciao Werner

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  2. In deiner Sammlung fehlt eindeutig eine Glasform! 😉
    Wie bist du mit der Silikonform zurecht gekommen? Ich hab nur einige wenige Formen aus Silikon, weil ich schlecht damit zurecht komme, wie sich die in alle Richtungen biegen, wenn der Teig noch ungebacken ist.
    Das Rezept klingt auf jeden Fall sehr gut!

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    1. ah Glas- ich hab eine Kasten- und eine runde Form aus Glas und finde beide recht gut. Der Hupf ging recht gut- nur ich finde er zeigt an der Oberfläche etwas wenig Prifil. Flüssigere Teige wie den vom Mississippi Mud Cake würd ich da glaub ich nicht drin backen…. und werd mir auf alle Fälle oben in den Kommentaren erwähntes Trennspray besorgen.

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  3. Das Rezept ist für Oktober gebunkert, meine zweite Tochter liebt Marmorkuchen, und da hat sie Geburtstag.
    Zum leidigen Thema Formen: Die Teflon beschichtete gab irgendwann den Geist auf, die Elsässische brauchte zwar länger und auch ein bisschen hell, dafür war sie schööön. Silikon habe ich sehr schnell verschenkt, die Kruste war bei mir immer glänzend.
    Jetzt habe ich seit 10 Jahren eine schwere emaillierte Form, ich denke sie ist von Kaiser La Forme. Die gibt es wohl nicht mehr, wenn ich es richtig sehe, aber der Doktor hat auch so was. Hatte noch nie Probleme damit und sauber wird sie auch immer ganz leicht. Ist noch so schön wie am Anfang.
    Liebe Grüße
    Ulrike

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  4. Das wichtigste an all den Formen ist doch, dass der Gugelhupf als Ganzes rauskommt. Und das ist gleichzeitig bei den ganzen Rillen die Herausforderung. Noch was ganz anderes: mir ist grad erst aufgefallen (dank dem Hinweis auf Osiander), dass du ja „in der Nähe“ wohnst -ich bin ja in Tübingen 🙂
    lg, Miriam

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