Klassische Mandel-Aprikosen-Tarte nach Nigel Slater

Noch hält die entspannte Stimmung aus dem Urlaub an, und mit den Sommerferien hierzulande besteht sogar eine gewisse Chance auf weitere eher stressfreie Wochen. Andrerseits, Urlaubszeit heißt auch ich muß mehr Zeit bei der Arbeit verbringen, meine fleißigen Damen haben sich ihren Urlaub wohlverdient.

So genieße ich die freien Stunden und Tage die sich dazwischen schieben, und finde sogar gelegentlich Zeit in ein Kochbuch zu schauen. In dieses hier*, ums genau zu sagen- durchaus die passende Inspirationsquelle für das aktuelle blog-Event auf Zorras Kochtopf, ausgerichtet von der Apricot Lady die sich ganz passend zu ihrem Namen Rezepte mit Steinobst wünscht.

Das Buch bietet eine wunderbare Auswahl, gerade und besonders Aprikosen eignen sich nämlich auch sehr gut für herzhafte Gerichte wie gefüllte Schweineschulter, Perhuhnbrust oder Lamm. Dann gibt es noch Rezepte mit Kirschen, Pfirsichen, Nektarinen und Pflaumen. Mir wars nach Kuchen, Aprikosenkuchen,  ein Novum, denn Aprikosen konnte ich nie so sehr viel abgewinnen. Ein guter duftender Pfirsich ist mir da viel lieber…. dennoch, wer nicht wagt der nicht gewinnt.

Man nehme:

250g Mehl (Typ 550, ich hatte Gelbweizen)

125g Butter

40g Zucker

abgeriebene Schale von einer Zitrone

1 Eigelb

2 El kalte Milch

1/2 Tl Hirschhornsalz

1 Prise Salz

knete daraus einen Mürbeteig und lege die gefettete Tarte-Form (meine: ø 30 cm) damit aus. Diese kommt dann für mindestens 30 min in den Tiefkühler- bei mir waren es fast 2 Stunden. Diesen Tipp habe ich von der Kochpoetin übernommen, so muß nicht „blind“ gebacken werden, gefroren in den heißen Ofen geschoben hält der Teig seine Form recht gut.

Für die Füllung werden

10 Aprikosen halbiert, entsteint und mit

2 El Zucker

2 El Sherry

vermischt bis zur weiteren Verwendung stehengelassen.

140g Butter und

40g Sonnenblumenöl schlage man mit

120g Zucker auf, füge nach und nach

2 Eier

1 Eiweiß

hinzu, rühre diese gut unter und hebe dann

170g Mehl (typ 550)

150g gemahlene Mandeln, davon

1 Bittermandel

unter.

Inzwischen heize man den Ofen vor und wenn er 200°C hat schiebe man die Form aus dem Tiefkühler in den Ofen, so für 20 min etwa.

Danach hole man die Form wieder raus, verteile die Mandelfüllung gleichmäßig auf dem Teig und die Aprikosenhälften auf der Mandelfüllung. Über den Rest der Marinade schreibt Mr. Slater nichts, ich hab sie einfach über die Mandeln geträufelt.

Ab in den Ofen damit, auf 180°, die im Buch angegebenen 25-30 min haben bei weitem nicht gereicht, 50 min hat die Tarte bestimmt noch gebacken. Ich empfehle dennoch nach 30 min zu kontrollieren, Backöfen sind erfahrungsgemäß launische Zeitgenossen.

Und wie fiel er nun aus, mein erster Aprikosenkuchen? Sehr sehr fein-  vielleicht würde ich im Wiederholungsfalle nicht nur weniger Zucker, auch etwas weniger Mehl in die Mandelmasse geben. Ansonsten habe ich mich weitgehend an das Rezept gehalten; für den Mürbeteig hab ich meine bewährte Variante gewählt, Zitrone und Bittermandel als würzende Zutaten waren ebenfalls meine Idee. Nigel Slater empfiehlt Schlagsahne zu der Tarte- nötig hat sie das meines Erachtens nicht. Wobei, was Slater empfiehlt sollte ich vielleicht doch versuchen?

*Osiander, der regionale Buchhändler, und ich freuen uns über eine Bestellung.

 

 

 

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6 Gedanken zu „Klassische Mandel-Aprikosen-Tarte nach Nigel Slater

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