Die Würze des Lebens- Ras el-Hanout

Ein weiterer und dazu sehr wesentlicher Bestandteil meiner Gewürzkiste neigte sich dem Ende zu, Nach-Produktion war fällig und ich nutze die Gelegenheit meine persönliche „Chefin-Mischung“ festzuhalten.

Ras el-Hanout, klingt das nicht schon irgendwie verheißungsvoll, wie ein Märchen aus tausendundeiner Nacht? Die Gewürzmischung kommt aus dem arabischen Raum, jeder hat so sein Geheimnis über die Zutaten und Mischungsverhältnisse und so kann das Gewürz jenachdem wo es gekauft wurde sehr unterschiedlich schmecken- selbst aus derselben Quelle je nach Laune des Chefs variiert das Ergebnis.

Die Chefin des Hauses B mischt wie folgt:

3 EL Koriander
1 EL Cumin
½ EL Piment
½ EL Anis
16 Kps Kardamom
½ TL Kümmel
4 El Pfefferkörner, gemischt

1/2 Tl Nelken ; alles unzerkleinert, kommen in eine Pfanne und werden leicht angeröstet- ohne Fett, wohlgemerkt!- bis sie anfangen zu duften.

Anschließend werden die gerösteten Gewürze gemahlen, dazu gesellen sich

3 Lorbeerblätter
1 EL Lavendelblüten
6 El Malvenblüten
5 El Rosenblüten, in getrocknetem Zustand, diese werden ebenfalls gemahlen und zu guter Letzt folgen die gepulverten Bestandteile als da sind

2 El Paprika mild
1 EL Paprika scharf
4 El Ingwer
4 El Zimt
1,5 El Galgant
½ El Muskat

Alles in einem großen Gefäß gründlich mischen und abfüllen- am Besten zur Aufbewahrung sind Schraubgefäße aus braunem Glas. Glas nimmt keine Gerüche an und gibt auch keine ab und ist somit die ideale Verpackung für Gewürze aller Art.

So, und was würze ich nun mit diesem Gewürz? Traditionell natürlich Couscous, das gibt es hier selten. Hackfleischgerichte aller Art, die Sauce Bologneser Art allen voran, lebt ungemein auf durch eine Zugabe. Fleischküchle ohne? Undenkbar. Braten, Chili con Carne, lange geschmorte Tomatensauce, Rührei…. die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Allerdings verwende ich Ras el-Hanout nur für Gekochtes, an Salaten oder dergleichen mag ich es nicht so gerne.

Wie haltet ihr es mit solchen Exoten? Verwendet ihr sie überhaupt? Und wenn ja- kauft ihr? Mischt ihr selber?

 

 

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20 Gedanken zu „Die Würze des Lebens- Ras el-Hanout

  1. Sehr brav, dass du das selber mischst.
    In Wien haben wir das Babette’s, wo es Kochbücher und Gewürze gibt, seit einiger Zeit den Sussitz, der die Ingo Holland-Gewürze vertreibt, und noch einige Gewürzhandlungen mehr, da kaufe ich immer fertige Mischungen.

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    1. mit den meisten Mischungen, egal woher, gehts mir wie mit unsren Rettungsaktionen- nur wenn ich selbermache weiß ich was drin ist. Und was nicht. Rieselhilfen, Salz, Mehl und dergleichen mehr sind ganz üblich.

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  2. Ich mische immer selbst. Glücklicherweise habe ich einen gut sortierten Asia-Laden und ein feines Gewürzlädchen direkt in Fußnähe. Besonders Currymischungen stelle ich gerne selbst zusammen. Die fertigen bestehen meist zu gefühlt 90% aus Kurkuma (macht so schön gelb!). Auch Garam Masala oder Rubs für Grillfleisch stellen wir immer selbst her. Ich mag neben der Tatsache, dass ich weiß, was drin ist, auch, dass ich immer nur so viel zubereite, wie ich verwende. So verfliegen die Aromen nicht so schnell. Und Mörsern hat so was Meditatives…

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    1. Gewürze selbst zu mischen ist eine feine Sache- wobei ich schon eine gewisse Vorratshaltung betreibe, auch von den Mischungen. Und aufgrund meiner handicaps mit der Maschine arbeite, mörsern wäre eher eine Strafe für mich. Garam Masala steht immer zum Nachwürzen auf dem Tisch…

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