Der Geschmack von echten Mandarinen

ist unvergleichlich!. Ein Geschmack aus meiner Kinderzeit, der über den allgegenwärtigen und ziemlich nichts-sagenden kernlosen Clementinen nahezu vollkommen in Vergessenheit geriet. Bis ich, zwei Jahre ist das nun her, beim Einkauf sizilianischer Orangen eine dieser feinen Früchte zum Kosten bekam. Unglaublich, schon der erste Kniff mit dem Fingernagel in die Schale bringt den köstlichsten Duft zum Vorschein und die Früchte, mit Kernen gesegnet, halten das Versprechen. Geschmacklich- was sind da schon ein paar Kernchen?

Jedenfalls mußte ich eine Kiste dieser Früchte erstehen. Damals hatte ich unter anderem einen Kuchen gebacken *klick* (es wird wirklich Zeit dass ich die ganzen feinen Rezepte in die neue blog-Heimat rüberhole, findet ihr nicht auch? ) und eine Marmelade gekocht, um diesen so ganz besonderen Geschmack ein wenig zu konservieren. Leider war ich damit zu sparsam, 3 Gläschen gabs nur und die waren ruckzuck gegessen. Nun steht wieder eine Kiste dieser Köstlichkeiten hier, und diesmal wird eine richtige Menge Marmelade gekocht!

Man nehme

12-14 Mandarinen, wasche diese heiß, gebe sie mit

100 ml Zitronensaft (frisch gepreßt, versteht sich, von 2-4 Zitronen) in einen großen Topf, bedecke alles geradeso mit Wasser und lasse kochen bis die Mandarinen gut weich sind und anfangen aufzureißen. Das kann 20 – 45 min dauern.

Mit Hilfe von 2 Gabeln fische man nun jede Mandarine aus dem Topf, reiße sie quer auf und puhle die Kerne raus. Die Kerne werden entsorgt, die Mandarinen kommen in eine Schüssel und werden mit dem Pürierstab bearbeitet. Alsdann kommt das Püree zurück in den Topf mit dem Kochwasser, alles wird gewogen und mit derselben Menge an

Zucker versetzt, bei mir waren das 1,5 kg.

Köcheln lassen, bitte unter Aufsicht damit nichts anhängt! Nach 15 min kann die erste Gelierprobe gewagt werden. Wenn diese gelingt die Marmelade in vorbereitete heiß ausgespülte Gläser abgefüllt, folgt sogleich die Überlegung- woher kriege ich jetzt schnellstmöglich den frischen Hefezopf? Darauf schmeckt diese Marmelade nämlich am allerbesten. Wobei auch ein hausgebackenes Walnußbrot als Unterlage ganz hervorragend taugt.

Orientiert habe ich mich übrigens an diesem Rezept *klick*

Ebenso süß, ebenso altmodisch

 

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12 Gedanken zu „Der Geschmack von echten Mandarinen

  1. Vielen Dank für die Mandarinen – sie sind toll! Und es sind so viele…ich könnte auch ein wenig von dieser Marmelade kochen.
    Ich habe neulich Mandarinen im Bioladen erstanden, die waren aber schon recht alt und nicht so toll. Sonst gibt es ja überall nur die Clementinen, die nicht so toll sind. Am meisten ärgert mich ja, wenn die dann auch noch als Mandarinen ausgelobt werden. 😈

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    1. gern geschehen! Für die Marmelade gehen allerdings schon einige drauf…. einen Versender hab ich gefunden, allerdings sehr hochpreisig. Und so bin ich wieder einmal froh über die vielen Sizilianer hier- demnächst kommen Blutorangen.

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  2. Interessantes Rezept! Ich koche manchmal die Dalmain’s-3-Fruit-Marmalade von Dan Lepard, aber Mandarinenmarmelade habe ich noch nie gemacht. Den wunderbaren Duft erinnere ich übrigens auch, und die losen Clementinen schätze ich auch nicht besonders. Ich glaube, unser Supermarkt bietet auch gerade Mandarinen in Kistchen an.

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  3. Oooh, ich bin wirklich neidisch! Sogar den Duft muss ich mir vorstellen … Nachdem aber der Obst- und Gemüseladen in unserem Viertel zugemacht hat, weiß ich jetzt gar nicht mehr, wo ich solche Köstlichkeiten herbekomme. Das Rezept für die Marmelade wird jedenfalls sicherheitshalber mal abgespeichert. Danke dafür!

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  4. Ich bin auch sehr neidisch, gute Zitrusfrüchte sind selbst hier sehr schwer zu bekommen. Ein schwacher Trost ist immerhin das Mandarinen-Olivenöl, das ich gestern erworben habe, aber auch wirklich nur ein schwacher…

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