Cranberry Tart

Dieses Internetz ist eine fantastische Erfindung, die Möglichkeit mit Menschen ungeachtet der räumlichen Entfernung in Kontakt zu kommen und diesen auch zu halten, das gab es früher so nicht. Speziell wir in der Food-Ecke von Blogistan lieben den Austausch, vor Allem dann wenn er sich gelegentlich  in Form handfester Tatsachen materialisiert. In diesem Fall war es eine Packung frischer Cranberries die mir die liebe Karin bei ihrem letzten Deutschland- Besuch zukommen ließ. Vermutlich dachte sie schon ich hätte sie vergessen- glücklicherweise nehmen diese Früchte  auch eine längere Lagerzeit im Kühlschrank nicht übel. Nun ist mir – auf den Seiten der New York Times– ein Rezept begegnet das dieser besonderen Beeren durchaus würdig erschien und ich machte mich ans Werk. Mitten in der Woche.

Zunächst knetete ich per Hand einen Mürbeteig aus folgenden Zutaten:

170g Mehl Typ 550

15 g Weizendunst (alternativ Grieß)

7 g Kakao

30 g Zucker

1/2 Tl Salz

1 Ei

2 El Olivenöl

115 g Butter

abgeriebene Schale von 1/2 Orange

1 Tl Vanille-Extrakt

1 El Sahne, dieser wurde abgedeckt in die Kälte gestellt- kein Problem, heute morgen herrschen Minus-Grade auf meiner Terrasse.

Für die Füllung habe ich sodann

70g Zucker mit

30g Honig auf kleiner Flamme geschmolzen, als das Gemisch anfing zu köcheln gab ich

Orangensaft von 1 frisch ausgepreßten Orange hinzu, ließ nochmals aufkochen, dann kamen die mit heißem Wasser gewaschenen und verlesenen

Cranberries hinzu – ein 12-ounce Pack, leider nicht gewogen, 3 Tassen wäre das Maß und ich schätze es könnten so 200-250g gewesen sein.

„Plop, plop“ – die ersten Beeren fingen an ihren Saft herzugeben, und der Topf tauschte den Platz in der Kälte mit der Teigschüssel. Jetzt war der passende Zeitpunkt den Backofen anzuheizen, 175° Ober-Unterhitze habe ich gewählt.

Den Teig teilte ich in zwei Teile, die erste Hälfte wurde nach meiner bewährten Methode zum Boden in der vorbereiteten 30-cm- Form, und zwar folgerndermaßen: eine Rolle aus dem Teig formen, davon Scheibchen abschneiden, plattdrücken und die Form damit auslegen. Abgeguckt habe ich mir das von Jamie Oliver. Die zweite Teig-Hälfte teilte ich in 4 Teile, rollte jedes Teil zu einer dünnen Wurst und formte daraus den Rand.

Wieder erfolgte ein Tausch, Backform in die Kälte, Cranberries in die Wärme. Zu letzteren kam ein Gemisch

aus

115 g Sahne

1 Ei

1 Eigelb

2 El Mehl

1 Prise Salz

abgeriebene Schale von 1/2 Orange

1 Tl Vanille-Extrakt, die Backform wurde ins Warme geholt, die Cranberry-Sahne-Mischung kippte ich in die Teigülle hinein – ab in den Ofen damit. Nach 45 min schaltete ich den Ofen aus und beließ die Tarte noch 15 min darin. Die sich anschließende Abkühlzeit bei Zimmertemperatur überbrückte ich mit einem Gang in’s Städtle.

Meine bewährte Methode Stress und Anspannung zu reduzieren hat sich wieder einmal bewährt, heute nachmittag kann ich mich mit frischen Kräften dem alltäglichen Wahnsinn einer Apotheke während einer Erkältungswelle widmen. Und mich mit feinstem Kuchen stärken. Die Kombination der verschiedenen Aromen mit der cremigen Masse erscheint überaus stimmig, so das allgemeine Urteil.

We can work it out!

 

 

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14 Gedanken zu „Cranberry Tart

  1. Woohoo! Cranberries in Schoko-Kruste hört sich sehr gut an (und gefällt mir auch besser als ein Polenta-Boden). Die frischen Beeren halten sich sehr lange im Kühlschrank – ich habe auch noch welche, die ich verarbeiten muss.
    12 oz sind 340 g, meist sind ein paar Gramm weniger in der Tüte.
    LG,Karin

    Gefällt 1 Person

  2. Cranberries sind etwas ganz Feines! Ich habe nur ein einziges Rezept auf meinem Blog und frage mich, wieso das so ist, denn ich mag die sehr. Es wäre jetzt eh wieder die Jahreszeit, in der man sie frisch bekommt.
    Toller Kuchen!

    Gefällt 1 Person

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