#Foodblogbilanz 2017 und eine Mitternachts-Suppe

Eine kleine Tradition ist sie mittlerweile, die #Foodblogbilanz, ins Leben gerufen von Sabine und bei mir immer noch angereichert durch eine Mitternachts-Suppe. Die Fragen sind immer dieselben, die Antworten ändern sich doch gelegentlich- sonst wäre das Leben ja langweilig. Bei Sabine sind alle foodblog-Bilanzen versammelt, also schaut unbedingt dort vorbei!

1. Was war 2017 dein erfolgreichster Blogartikel?

Wie letztes Jahr denke ich darüber nach wie ich „erfolgreich“ definieren soll? Und wähle den einfachsten Weg- die meisten Aufrufe hatten die „Sticky Buns zum Geburtstagsbrunch“ , ein Beitrag für die Rettungstruppe.

Sticky Buns

2. Welche drei deiner eigenen Blogartikel aus diesem Jahr haben dir persönlich am meisten bedeutet?

Persönlich liegen mir die Artikel mit denen ich über den Tellerrand hinausschaue, die mir neue Erkenntnisse liefern, wofür ich mir Zeit zur Recherche nehme, besonders am Herzen. Was schon alleine aus Zeitgründen nicht ganz einfach ist… Im vergangenen Jahr gehören dazu

der Versuch eines Kulturblicks

der Beitrag zum Event Religionen der Welt über Juneteenth

Strawberry Slab Pie

den wieder-erwachten Lesehunger für den ich zwei Bücher gelesen und bekocht habe, „Ehre“ von Elif Shafak möchte ich hier erwähnen.

3. Und welche drei aus anderen Blogs haben dich am meisten inspiriert?

Der bereits genannte Aufruf zu Religionen der Welt kulinarisch

die Fischsuppe von Magentratzerl, die einen sofortigen Nachmach-Reflex auslöste

dieser Zitronenkuchen, der tatsächlich zu den besten Kuchen gehört, die ich je gebacken habe (meine Version).

4. Welches der Rezepte, die du 2017 veröffentlicht hast, hast du selbst am häufigsten gekocht – und warum?

Wäre ich ganz wahrhaftig ehrlich müßte ich dies nennen, schließlich wollte der Earl-Grey-Tea aufgebraucht werden. Um aber doch dem Begriff „kochen“ etwas mehr Inhalt zu verleihen führe ich den besonderen Tomatensalat noch an; ein Favorit in unsrer Küche, und da dieses Jahr die Tomatenernte sehr zufriedenstellend ausfiel gab es ihn häufig.

5. Was hat dich im Zusammenhang mit Kochen, Essen oder deinem Blog 2017 beschäftigt und warum?

Beschäftigt hat mich die Zeitknappheit die sich wie ich meine gelegentlich auf die Qualität meiner Artikel auswirkt. Sowohl das eine wie das andere heißt es akzeptieren- und mir in Erinnerung rufen dass diese Seiten mein ganz persönliches Koch- und Backbuch darstellen, wichtig ist für mich die Reproduzierbarkeit der beschriebenen Rezepte. Besonders erfreulich unter diesen Umständen empfinde ich die Treue meiner stetig anwachsenden Lesergemeinde- trotz der sinkenden Zahl an Beiträgen steigt die Frequenz und möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bedanken, bei all denen die gerne hier hereinschauen.

6. Was war deine größte kulinarische Neuentdeckung dieses Jahres – welches Lebensmittel, welches Rezept, welche Küchentechnik, welcher Geschmack hat dir eine völlig neue Welt eröffnet?

Oha! Um nicht in Wiederholungen zu verfallen (Zitronenkuchen! Fischsuppe!) führe ich die noch andauernde Beschäftigung mit Wildschwein an; angefangen vom Betrachten des ganzen Frischlings, über die Beratung mit dem Metzger wie dieses am Besten küchenfertig zu zerlegen sei, bis hin zu der Begeisterung über Wildfrikadellen die seither regelmäßig auf den Tisch kommen.

7. Was war der beste (oder lustigste) Suchbegriff, über den Besucher auf dein Blog gekommen sind?

Zu meinem Bedauern werden Suchbegriffe nur sehr sporadisch angezeigt, meistens heißt es „unbekannter Suchbegriff“. Aus der beschränkten Auswahl sind mir aufgefallen: „Pomeranzen Stuttgart“ und „Pudding schmeckt bitter“.

8. Was wünschst du dir und deinem Blog für 2018?

Sei vorsichtig mit dem was du dir wünschst…. Sicherlich wäre es schön mit etwas mehr Zeit und Muße durch die Tage gehen zu können. Andrerseits ist mein Leben vielfältig und interessant, ich habe mir  ein zusätzliches Tätigkeitsfeld erschlossen, mein ganzer Berufsstand steht vor großen Herausforderungen- also halte ich es mit dem Wünschen wie immer- ich schaue was kommt und wie ich damit umgehe.

Wie jedes Jahr reichere ich die Bilanz mit einer Mitternachts-Suppe an, eine die schon lange auf den blog möchte, jetzt schafft sie es endlich

Aalsuppe nach Wolfram Siebeck

Man nehme

2-3 Zwiebeln, schwitze diese in etwas Öl an

2 Äpfel und

500g Kartoffeln geschält und in Würfel geschnitten kommen dazu

ein Stück Räucher-Aal (Menge wie beliebt oder verfügbar, für uns meist ein halber von der Ostsee) wird gehäutet und das Rückgrat ausgelöst

das Gemüse wird mit

ca 750 ml Gemüsebrühe (oder auch Tafelspitzbrühe) aufgegossen, die Aalhaut und Gerippe dazu,

zwei Lorbeerblätter und

etwas Zitronensaft dürfen auch nicht fehlen. Ungefähr 20 min darf die Suppe köcheln, dann kommt noch

200 ml Sahne hinzu,

Schnittlauch und Petersilie, Salz und Pfeffer nach Geschmack.

In die Teller wird das fein zerzupfte Fleisch des Räucheraals gelegt und mit der heißen Suppe aufgegossen.

Herr Siebeck nennt dies Gericht „Mahlbecker Lauchsuppe“, da ich den Lauch aus Verträglichkeitsgründen eliminiert habe und der Aal sicher das auffallendste Kriterium der Suppe darstelt, hab ich sie einfach umbenannt.

 

Kommt mir alle gut ins neue Jahr, bleibt fröhlich, gesund und munter und genießt was das Leben euch zu bieten hat! Das Schlußwort gehört Vincent Klink, der seinerseits Philippe Combe zitiert:

Lieber Gott
Bitte schenke mir fürs neue Jahr auf mein Bankkonto ein plus und auf meinem Gewichtskonto ein minus. 
Bitte nicht verwechseln, wie beim letztemal.

 

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12 Gedanken zu „#Foodblogbilanz 2017 und eine Mitternachts-Suppe

  1. Den Zitronenkuchen habe ich nach deinem Rezept auch schon nachgebacken und fand ihn toll! Und dass es das Lesehungrig-Event wieder gibt, hatte ich noch gar nicht mitbekommen. Muss ich gleich mal gucken gehen. Das Zeit-Dilemma kenne ich gut – sicher ein guter Vorsatz, sich davon nicht unter Druck setzen zu lassen. So oder so: Schön, dass es trotz Zeitnot dein Blog gibt! Ich wünsche dir und Anna Antonia ein tolles 2018. 🙂

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  2. Vielen Dank liebe Sabine, fürs Organisieren und Zusammenfassen – auch wenn wir uns eher unregelmäßig lesen, dann doch immer mit Interesse und Vergnügen und so solls auch bleiben. Ich freu mich jedenfalls sehr, dass du nachgebacken hast- und ich dir den Lesehunger in Erinnerung rufen konnte. Ein schöner erfreuliches 2018 wünsch ich dir!

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