Blutorangen-Ricotta-Kuchen

Immer wieder fällt es schwer den Einstieg zu finden, ins aktive Bloggerinnen- Leben, nach so einer Pause wie ich sie mir gerade gegönnt habe. Die Gründe sind vielfältig. Es gibt eine Menge nachzulesen- denn die Pause erstreckte sich teils auf das gesamte Internet- Dasein. Das neue Jahr möchte gerne die Altlasten aus dem vorigen (und wer weiß wievielen Vorjahren) loswerden, der Schreibtisch ächzt unter all dem was in der Hektik und Anstrengung der letzten Wochen liegengeblieben ist. So kommt es dass ich zwar lese, auch koche und backe- zumeist Brot oder Brötchen oder Hefezöpfe um Lemon Curd darauf zu genießen. (Danke, liebe Susi*!). Ohne jedoch Zeit und Muße zu finden darüber ausführlich zu berichten.

So ist 2018 schon mehr als zwei Wochen alt bis ich mich hier zu Wort melde. Warum gerade jetzt? Nun, die Blutorangen aus Sizilien sind eingetroffen, 15 kilo in einer Kiste, und ich backe- mitten in der Woche- einen Kuchen. Eine Improvisation, Orientierung gibt ein Rezept* aus meinem alten blog.

Sizilianische Impression

Ich lege bereit-

5 Eier, krame in der Speisekammer nach

Mandeln, 30g  finde ich+ 2 bittere , ergänze auf die erforderlichen 200g mit

150g Walnüssen und

20g Mohn.

Die Eier werden getrennt, meine Kenny schlägt die Eiweiß mit

1 Prise Salz zu einem wunderbaren Schnee. Solange sie dieser Arbeit nachgeht schmelze ich

120g Butter und zerkleinere die gemischten Nüsse und Saaten.

von 2 Blutorangen reibe ich die Schale ab- herrlich, das ätherische Öl aus der oberen Schicht duftet und „ölt“ meine Hände ein – und presse den Saft aus.

In einer Schüssel mische ich zu den gemahlenen Nüssen und Saaten

50g Stärke

8g Backpulver und die abgerieben Blutorangen-Schale.

Meinen Ofen-dessen Licht schon wieder mal kaputt ist- heize ich vor, 180° Ober-Unterhitze.

Nun geht es an die Gesamt-Komposition: unter den Eischnee wird der Reihe nach sanft untergehoben:

150g Ricotta

die Nüsse-Saaten-Stärke-usw Mischung

die geschmolzene Butter

den ausgepreßten Blutorangensaft

und zum Schluß den Eischnee.

Meine Backform (rund, 26cm ø) habe ich bereits eingesprüht, gebe den Teig hinein, sorge durch etwas Rütteln für eine gleichmäßige Verteilung und ab in den Ofen damit, so ungefähr für 40 min.

Kaum kann ich es erwarten den so fein duftenden Kuchen anzuschneiden. Als es endlich soweit ist stelle ich fest- so luftig wie das Original kommt er nicht daher, eher erinnert er an Käsekuchen. Dem Genuß tut das keinerlei Abbruch, dieser fein duftende Kuchen bringt ein wenig Sonne in den Winter!

„Werbeblock“:

* Susi, die Turbohausfrau, stets hilfsbereit

* Mandel-Mandarinen-Kuchen als Inspiration

14 Gedanken zu „Blutorangen-Ricotta-Kuchen

  1. Oh, die Hahn-und-Henne-Teller erinnern mich so an meine Kindheit und unzählige Kaffee-Stunden mit der Oma! Blutorangen liebe ich ja auch heiß und innig. Aber ich presse sie immer aus, weil ich nicht wiederstehen kann! So ein hübscher Kuchen wäre aber auch mal eine Idee. Ich glaube, am Wochenende wird gebacken! Schön, dass Du wieder „da“ bist!

    1. Danke, liebe Julia! Ja, die Teller… die zwei vorhandenen verschönern die nachmittägliche Pause bei der Arbeit.
      Die Orangen sind eigentlich prädestiniert zum Auspressen, der Saft läuft nur so von dannen. Wir essen sie trotzdem lieber so, aus der Hand, und ich überlege was ich noch Feines damit zaubern könnte.

  2. Das ist doch mal ein fulminanter Start nach der Pause! Der Kuchen klingt großartig – ich habe gestern erst gedacht, dass ich noch nie einen Kuchen mit Blutorangen gebacken habe und das ändern sollte.
    Liebe Grüße und einen guten Start ins nicht mehr ganz so neue Jahr!
    Sabrina

    1. Danke, liebe Sabrina- gestartet bin ich ja schon, nur bis der Anschub hier gelandet ist hats etwas länger gedauert. Das Blutorangen-Aroma ist eher dezent, verglichen mit den echten Mandarinen oder auch Zitronen, was Besonderes halt.

  3. Hmmm, klingt sehr lecker! So richtig gute Blutorangen habe ich ehrlich gesagt noch nie gegessen, das sollte dringend mal geändert werden.
    Liebe Grüße, Becky

    1. unbedingt, liebe Becky. Unsre Lieferantin war ganz überrascht dass wir die einfach so essen, sie machen immer Saft draus. Hast du denn ein italienisches Lebensmittelgeschäft in der Nähe?

      1. oder schicken lassen, das sind halt meist größere Mengen so ab 10 Kilo. Wobei wenn du Saft draus machst- es lohnt sich jedenfalls, direkt vom Erzeuger zu kaufen was die Qualität angeht.

  4. Ha! Nun haben meine wunderbaren Tarocco, die im Kühlschrank liegen, eine tolle Zukunft. Sie werden sich sicher wohl fühlen in deinem Kuchen. Danke für das schöne Rezept.

  5. Ich liebe Blutorangen, habe aber noch nie welche direkt bestellt. Der Geschmack ist sicher um Längen besser. Mal sehen, was sich machen lässt und den Ricottakuchen nähme ich gerade auch sehr gern. :-)

    1. Die Gegend hier ist eine sizilianische Enklave, wir kriegen sehr unkompliziert superfrische Ware. Dafür habt ihr den Fisch in der Nähe… der Ricottakuchen geht auch gut mit anderen Zitrusfrüchten.

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