Haselnuß-Ricotta-Cheesecake

Mein Versprechen habe ich wahrgemacht, nämlich sobald Herr O. aus L. ein Backbuch veröffentlichen würde mir dieses zuzulegen. Und zwar ganz offiziell, beim Buchhändler des Vertrauens.

Und, was soll ich sagen? Ein Träumchen, dieses Buch- vermutlich werde ich eine ganze zeitlang damit beschäftigt sein köstliche Kreationen daraus zu zaubern.

Den Anfang macht ein Kuchen aus dem Kapitel „Cheesecake“; diesen unwiderstehlichen und doch viel zu selten gebackenen Verwandten des Käsekuchens. Dieses Exemplar würde sich in der Kategorie „Nußkuchen“ oder „Schokoladekuchen“ genauso wohlfühlen….

Es wäre ja nun langweilig würde ich das abgedruckte Rezept 1:1 übernehmen, daher geht meine Version schon mit einer Abwandlung der gut vorzubereitenden Glasur los.

Schokoladen-Wasserganache  frei nach Ottolenghi

Im Original kommt hier Glucose-Sirup zum Einsatz, ohne Angabe der Konzentration, eine Nachfrage (die sehr nett von Helen beantwortet wurde) meinerseits brachte wenig Erkenntnisgewinn. So besann ich mich auf mein Fachwissen, selbst hergestellte Sirupe aller Art waren schließlich lange Zeit gang und gäbe in den Apotheken.

100g dunkle Schokolade (70% Kakao) habe ich mit dem großen Messer kleingehackt und in eine Schüssel verfrachtet. In einem kleinen Stieltopf kochte ich

60g Zucker mit

30g Wasser unter gelegentlichem Umrühren so lange, bis eine ganz leichte Verfärbung eintrat, gleichzeitig entwickelte sich ein ganz zarter Karamel-Duft. Sofort löschte ich mit

70g Wasser ab, rührte bis sich alles Karamell aufgelöst hatte, gab noch

1/2 Tl Vanillezucker (echt, 10% Vanille) hinzu und goß das Gemisch über die Schokolade. Nach einer Minute begann ich umzurühren und gab in kleinen Stücken

40g Butter hinzu. Mit einiger Skepsis betrachtet ich das krümelige Gemisch während dieses Vorgangs, bis plötzlich, einem Wunder gleich, sich das Ganze zu einer wunderbar cremig-glänzenden Masse verwandelte. Klasse!

Und dann gings an den eigentlichen Kuchen. Auch hier ein paar kreative oder praktische Veränderungen am Original…  und los!

Backofen vorheizen (170° Umluft oder 190° Ober/Unterhitze) und eine Backform vorbereiten, empfohlen wird eine Springform mit 23cmø, ich griff auf die quadratische Springform (20 cm Kantenlänge in etwa) zurück, nachdem ich dank überragender mathematischer Fähigkeiten die Flächeninhalte als in etwa gleichwertig berechnet hatte.

6 große Eier werden getrennt; und ich muß gestehen ich hegte größte Bedenken, ist mir doch ein wenig Eigelb in die Eiweiße geraten.

Selbige Eiweiße ließen sich davon unbeirrt mit

1/4 Tl Salz zu geschmeidigem Schnee schlagen, und dies mit dem Handrührgerät!

250g feinster piemontesischer Haselnüsse, geröstet sollten sie schon sein, habe ich mit dem Zauberstab gemahlen, ebenso

100g Mandeln und auch noch

160g Schokolade (70% Kakao). Dies alles vermischte ich in einer Schüssel mit

35 g Mehl (T55 oder Typ 405, Stärke würde sich auch eignen). In einer weiteren Schüssel schlug ich

225g Butter mit

150g Zucker (die im Rezept angegeben 250 g erschienen mir doch etwas zu viel) und

5g Vanillezucker (echt, 10% Vanille) schaumig, rührte Stück für Stück die Eigelbe unter, immer erst wenn eines vollständig inkorporiert war durfte das nächste Eigelb in die Schüssel. Die Nuß-Masse rührte ich auf geringster Stufe unter diese Buttermasse, es folgte

400g Ricotta, mit dem Spatel untergerührt, zu guter Letzt hob ich den Eischnee unter. Ab mit dem Teig in die Springform und hinein in den Ofen. Dass im Rezept steht frau möge die Form nach der halben Backzeit drehen ließ ich außer acht, empfehle jedoch dieser Anweisung zu folgen. Nach 35 min (Stäbchenprobe!) schaltete ich den Ofen aus und ließ den Kuchen noch 10 min darin verweilen.

Sodann durfte er abkühlen, wurde aus der Form befreit, mit der im heißen Wasserbad unter vielem Rühren streichfähig gemachten Ganache überzogen und mit

50g sehr grob gehackten Haselnüssen dekorativ verziert.

Mein sehr positives Vorurteil gegenüber den Ottolenghi’schen Backrezepten fand volle Bestätigung, der Kuchen schmeckt- zum Dahinschmelzen.

 

They say it’s your Birthday….

 

 

10 Gedanken zu „Haselnuß-Ricotta-Cheesecake

  1. OMG! Was ist das denn für eine Schweinerei?? (also, im bestmöglichen Sinne!) Dieser Kuchen sieht phantastisch aus. Leider hab ich’s ja nicht so mit süß. Aber zum Geburtstag darf das schon mal sein! Auch auf diesem Wege noch mal: Alles Liebe, meine Liebe!!

  2. Herr O. hat es halt echt drauf. ;-) Das Buch liegt hier auch bei mir und ich bin noch gar nicht zum Ausprobieren gekommen, muss ich aber dringend nachholen!
    Der Kuchen sieht echt klasse aus.
    Viele Grüße, Becky

  3. Der Schokokuchen sieht wirklich superlecker aus!
    Das neueste Buch von Ottolenghi besitze ich noch nicht, die anderen aber ja, und bisher war jedes Rezept gut, dass ich ausprobiert habe (gerade hab ich Gerstenkörner und Linsen für eins seiner Gerichte vorgekocht).
    LG, Karin

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