Gezwiebelter Fleischkäse vom Frischling

Aus diesen und jenen Gründen fällt immer mal wieder was raus aus meinem Speiseplan, und anstatt mich darüber zu ärgern was mir eventuell fehlen könnte mache ich mich auf die Suche nach Alternativen. Wild mochte ich schon immer gerne, und bislang sind mir keine gesundheitlichen Aspekte bekannt die den Verzicht auf Wildfleisch ratsam erscheinen lassen. So geht es bei uns in der Küche öfter mal wild zu, wie auch neulich als wir beschlossen jetzt oder nie ist der passende Zeitpunkt Fleischkäse aus Wildschwein zu produzieren. Aus Frischling, genauer gesagt, 35kg, ein ganzes ausgewachsenes Wildschwein verkraftet unser Haushalt nicht auf einen Sitz. Ein Teil des Fleisches wartete, als Hack eingefroren, auf Verwendung.

Und los!

Zunächst  hatte ich in Vorbereitung eine kleine Portion Wasser ganz flach eingefroren- besser wäre crushed Ice (der Haushalt bedarf einer Aufrüstung, soviel ist klar).

Dann folgte die Komposition einer  Gewürz-Mischung aus:

1g zerstoßenen Kardamom-Kapseln

20g Salz

3g Pfeffer

2g Muskatnuß, gepulvert

1g Ingwer, gepulvert

2g Paprikapulver edelsüß

3g Senfpulver.

Sodann stellte ich eine Einlage her aus

150g Zwiebeln (Höri-Bülle) in Halbringe geschnitten die ich in

30g Butter unter Zugabe von

1 Tl Chili-Gelee anschwitzen ließ bis sie leicht blond wurden.

1kg Hackfleisch vom Frischling kam aus dem Eis, da es in flachen Portionen eingefroren war ließ ich es einfach ungefähr 90 min bei Zimmertemperatur liegen, so dass es angetaut war. Ich schnitt das angetaute Hackfleisch in Würfel, so groß dass sie gut durch den Fleischwolf gehen, streute die Gewürzmischung drüber und wolfte es durch die kleinste Scheibe.Die entstandene Masse knetete ich abwechselnd mit dem Knethaken des Rührgeräts und dem Zerkleinerer des Zauberstabs, und fügte  immer wieder ein wenig von dem Wasser-Eis hinzu, insgesamt etwa 60g. Zuletzt kamen die abgekühlten Zwiebeln in das Brät, noch einmal gut durchrühren und ab damit in die gut eingefettete Kastenform. Der Ofen war schon angeheizt auf 160° Umluft, nach ungefähr 50 min holten wir den Käse geschwind aus dem Ofen, strichen die Oberfläche mit

Chili-Gelee ein und ließen noch einmal ein paar Minuten unter dem eingeschalteten Ofen-Grill appetitlich anbräunen, gespannt von außen das Ofenkino betrachtend.

 

Da zwischenzeitlich der Kartoffelsalat gut durchgezogen war ging es alsogleich ans Testen- und das Urteil steht fest- unbedingt wiederholungsbedürftig!

Der zwiebelige Feischkäse schmeckt auch ausnehmend gut fein aufgeschnitten als Brotbelag, und mit etwas mehr Übung kriegen wir das Brät bestimmt auch ungelöchert in die Form.

Wild und unkonventionell….

 

14 Gedanken zu „Gezwiebelter Fleischkäse vom Frischling

  1. Gehören Löcher nicht in Leberkäse? Ich kenne den gar nicht ohne.
    Deine Gewürzmischung klingt sehr überzeugend.

      1. Liebe Christine, ich schrieb ja auch „überwiegend“ ….bei solch einem gezwiebelten Fleischkäse könnte ich schwach werden – ausserdem handelt es sich ja hierbei auch im überwiegend Käse, – oooder etwa nicht? ;-)

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