Hanf in aller Munde

enthält Werbung*

Zumindest in der medizinischen Welt erlebt der Hanf gerade eine Renaissance- wobei sich diese als schwierige Geburt mit zahlreichen Komplikationen erweist. Nun ist Hanf eine uralte Nutzpflanze- seit über 2000 Jahren nutzen Menschen  die Fasern  um beispielsweise Papiere und Kleidung herzustellen- gerüchteweise war die erste Levi-Jeans aus diesem Material. Und wer schon einmal auf einem älteren Segler unterwegs war kennt die Taue aus Hanf-Fasern. Kalfatern, das Abdichten des Schiffsrumpfes, dafür wurden Hanf-Fasern mit Teer vermischt. Ganz langsam beginnen sich die Menschen an die vorteilhaften Eigenschaften dieses nachwachsenden Rohstoffes zu besinnen, nachdem zeitweise sogar jeglicher Anbau verboten war. Meine Mühle vor Ort hat regionale Hanf-Samen schon ein paar Jahre im Angebot und ich verwende sie ganz gerne in Brot und Knäckebrot- die Samen knacken schön, haben ein feines Aroma und glänzen auch noch durch ihre inneren Werte. Superfood aus heimischen Landen, die Wiederentdeckung lohnt sich. Nun aber genug davon, jetzt wird gebacken! Und zwar ein Mischbrot:

Zunächst gibt es einen Vorteig, den mische ich an aus

230 Lichtkorn-Roggenmehl Typ 1150

230g Wasser

23g Anstellgut vom Roggensauerteig, einen Tag zuvor aufgefrischt.

In einer kleinen Pfanne röste ich

25g Leinsamen

50g Hanfkörner an, sobald sie anfangen zu duften gieße ich

100g Wasser in die Pfanne. Die beiden Ansätze dürfen nun ungefähr 6 Stunden ruhen, das heißt der Sauerteig soll ja eigentlich was arbeiten.

Für den endgültigen Teig kommen in die Schüssel:

200g Bio-Weizenmehl 1050er

260g Lichtkornroggenmehl Typ 1150

300 Wasser

25g Honig

16g Salz

100g Lievito Madre aus dem Kühlschrank sowie beide Ansätze von oben, es wird geknetet bis sich ein zusammenhängender Teig ergibt (geht auch ohne Küchenmaschine), nach einer halben Stunde habe in den Teig einmal gestreckt und gefaltet und ihn dann zur Nachtruhe in den Kühlschrank verfrachtet.

Am nächsten Morgen ließ ich den Teig etwas akklimatisieren, stürzte ihn auf die bemehlte Arbeitsfläche und formte ihn zu einer Rolle. Diese durfte in einer großen eingefetteten Kastenform Platz nehmen und abgedeckt eine knappe Stunde gehen, in der wärmenden Sonne auf der Fensterbank.

Den Ofen hatte ich gut vorgeheizt auf 200° Umluft, das Brot mit nassen Händen mehrmals an der Oberfläche abgestrichen, der Länge nach tief eingeschnitten kam es für ungefähr 50 min in den Ofen.

Ein Duft- ganz wunderbar. Und ein Brot dem es auch nicht ausmacht wenn  es übrigbleibt, beim Brunch, es nimmt eine Lagerzeit überhaupt nicht übel. Mir gefallen die Hanfkörner so besonders, die knacken nämlich ganz fein beim Draufbeißen und geben eine schöne Geschmacksnote, unaufdringlich und doch besonders. Durchaus also würdig auf dem Brunch-Buffet von Zora zu ihrem 140.ten (!!!) Blog-Event Platz zu nehmen.

Keine Sorge, so psychedelisch fühlt sich niemand nach dem Brotgenuß

*Das Bioweizenmehl Typ 1050 wurde den teilnehmenden Blogs vom Hobbybäckerversand zur Verfügung gestellt. 

8 Gedanken zu „Hanf in aller Munde

    1. Nachdem ich gelesen hab wie supergesund die sind- der Mensch könnte sich nur davon ernähren und wäre gut versorgt- werden die auch einen größeren Platz im Vorratsschrank erhalten!

  1. Hanf liebe ich! Ich bin mir nur nicht ganz klar, was du da verwendest. Bei mir heißt das Schälhanf und es sind so kleine helle Körnchen.
    Das Brot schmeckt sicher hervorragend.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.