Apfel-Karamell-Kuchen oder die Rettung des Blechkuchens

Den Meisten die hier mitlesen dürfte sie schon bekannt sein, die Rettungstruppe die sich mehrmals im Jahr der Rettung selbsthergestellter Speisen vor den Segnungen der Lebensmittelindustrie widmet. Diesmal sind Blechkuchen das Thema, und mir ersteht sofort ein Bild eines in Folie verschweißten Streuselkuchens vor Augen, das beim bloßen Anschauen schon anfängt zu stauben, ich wende mich mit Schaudern ab und meiner Küche zu.

Da unser Apfelbaum es dieses Jahr besonders gut mit uns meint bleibt keine Wahl- ein Apfelkuchen muß es sein. Nur welcher? In meinem Fundus finden sich mindestens 20 ganz unterschiedliche Rezepte die sich für die Zubereitung auf dem Blech eignen. Entscheidend zu Hilfe kam die Karamell-Sauce, die würde sich doch ganz bestimmt irgendwie einbauen lassen?

In einer kleineren Schüssel mische ich

250g Mehl Typ 550 (Gelbweizen) mit

35g Mohn

1 El Zimt

1/2 Tl Muskat

1/2 Päckchen Backpulver

1/2 Tl Salz.

In eine größere Schüssel wandern

3 Eier

75g brauner Zucker

50g weißer Zucker

200ml Öl in dem ich

1 Esslöffel Butter geschmolzen hatte

1 Tl Vanillezucker (echt, 10% Vanille), gut miteinander verrühren versteht sich,

und in einer letzten Schüssel mische ich den

Saft von 1 Zitrone mit

1 El Zucker und

1 Tl Zimt. Dahinein kommen die

Äpfel, entkernt, geschält und in Stücke geschnitten. Menge? Netto gut 500g, schätze ich mal. Bei dem von mir verwendeten Fallobst sieht die Ursprungsmenge nach viel mehr aus als am Ende übrig bleibt…

Mein Blech- ungefähr 23x35cm groß- habe ich mit Backtrennspay eingesprüht. In der großen Schüssel, ihr erinnert euch, Eier, Zucker, Fett,  mische ich nun zunächst die Mehlmischung unter die Ei-Masse bis sich alles gut verbunden hat, und gebe dann die Äpfel hinzu. Ab aufs Blech damit, einigermaßen gleichmäßig verstreichen kommt der Kuchen in den vorgeheizten Ofen bei 175° Ober-Unterhitze und 30 min Backzeit.

Nach dem Auskühlen verteile ich meine sündige „Salted Caramel Sauce“ auf dem Kuchen- fertig.

Ihr seht, das ist überhaupt kein Hexenwerk, nicht einmal ein besonderes Küchengerät ist erforderlich und belohnt werdet ihr mit einem ganz und gar zauberhaften Genuß. Ihr mögt keinen Apfelkuchen? Voilà, seht was der Rest der Truppe so aus dem Ofen zieht- ich bin überzeugt für jeden Geschmack ist das Passende dabei:

Barbaras Spielweise – Blondies mit Johannisbeeren
Bonjour Alsace – Mirabellen-Blechkuchen
Brittas Kochbuch – Sahne-Mandel-Becherkuchen
Brotwein – Schlesischer Streuselkuchen mit Quark und Hefeboden vom Blech
Cakes Cookies an more – Blechkuchen mit Zwetschgen
CorumBlog – Mein Lieblingskuchen
Das Mädel vom Land – Zitronenkräuterkuchen mit weißer Schokolade und Kokos
Dynamite Cakes – Pflaumenkuchen mit Quark-Hefeteig
Fliederbaum – Obstkuchen mit Haselnussteig
genial-lecker – Pflaumenkuchen mit Quark-Guß vom Blech
Madam Rote Rübe – Apfel-Nuss-Vollkorn-Kuchen nach Bratapfel-Art vom Blech
Turbohausfrau – Apfelkuchen
Unser Meating – Cheesecake-Brownies vom Blech

 

 

22 Gedanken zu „Apfel-Karamell-Kuchen oder die Rettung des Blechkuchens

  1. Wollen wir tauschen? Apfelkuchen gegen Apfelkuchen – jetzt hätte ich wirklich Lust auf ein Stückchen von diesem Genussbissen. Vor allem die Karamellsauce ist ja ganz besonders.
    Liebe Grüße
    Sigrid

  2. Der schaut ja unglaublich gut aus! ❤️
    Und derzeit gibt es ja wirklich Äpfel ohne Ende. Ich bekomme dauernd welche geschenkt und die wollen natürlich auch verarbeitet werden.

  3. Sieht lecker aus. Interessante Kombination mit Apfel, Karamell und Mohn. (An der Muslatnussmenge im Teig sehe ich doch gleich, dass es sich um ein amerikanisch inspiriertes Rezept handeln muss :)

    1. Sehr scharfsinnig, liebe Karin- auch die Art der Zubereitung einfach alles zusammenrühren, ist amerikanisch. Nur die Zuckermenge hab ich mehr als halbiert… und den Mohn hinzugefügt.

    1. Statt Mohn passen auch ein paar gemahlene oder gestiftete Mandeln, die wollte ich ursprünglich reinmachen, hab mich aber umentschieden aus rein praktischen Gründen

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