Schwedischer Blaubeerkuchen

Enthält nicht-kommerzielle links

Schweden ist ein weißer Fleck auf meiner persönlichen Landkarte- zu sehr zieht es mich in die Wärme wenn freie reisetugliche Zeiträume zu verplanen sind. Folglich hatte ich noch keine Berührung mit schwedischer Küche, von dem großen I mal abgesehen.

Dennoch recherchierte ich vor einigen Jahren Rezepte aus Schweden und bin damals auf diesen feinen Kuchen gestoßen, der es durchaus verdient hat ans Licht der Öffentlichkeit gezerrt zu werden. Das aktuelle Blog-Event „typisch Schweden“ , ausgedacht von Tina „Küchenmomente“ ,  nachzulesen in Zoras Kochtopf, bietet die passende Gelegenheit.

Den Teig für diesen Kuchen rühre ich an aus:

75g Weizendunst

275 Mehl (Dickkopfweizen Typ 550)

60g Lievito Madre

40g Zucker

20g Sirup (Zitronen, aus der Herstellung meines Zitronat)

0,8g Trockenhefe

220 ml Milch

Schuß Öl

1 Prise Salz, lasse meine Maschine rühren bis sich der Teig glatt anfühlt und vollständig vom Schüsselrand löst.  3 Stunden Geh-Zeit bei Zimmertemperatur, inclusive 2-maliges Strecken und Falten, schließen sich an, dann kommt die kühle Nachtruhe bei Temperaturen um 3°.

Am nächsten Morgen darf der Teig sich wieder an die Zimmertemperatur akklimatisieren, wird sodann auf der bemehlten Arbeitsfläche zu einem großen rechteck ausgerollt.

Zwischenzeitlich hatte ich

1 Glas Waldheidelbeeren (125g Abtropfgewicht) abtropfen lassen sowie

40g Marzipan mit

40g Butter schaumig gerührt, soviel vom

Sirup zugefügt dass eine streichfähige Masse entsteht (2-3 Esslöffel etwa) und

1/4 TL Zimt kam auch noch hinein.

Diese Masse verstreiche ich auf dem ausgerollten Teig, streue die abgetropften Heidelbeeren sowie

2-3 El Mandelblättchen drüber, rolle das Ganze von der breiten Seite her auf, schneide die Rolle in Stücke, ca 2cm hoch, und setze diese in eine vorbereitete Form.

Dort dürfen die Stücke ungefähr eine Stunde aufgehen, während dieser Zeit koche ich einen Pudding aus

1 Ei

2 El Zucker,

20g Stärke

125 ml Milch

70 ml Sahne

1 Tl Vanillezucker (echt, 10% Vanille)

1 Prise Salz– einfach alles mit dem Schneebesen verrührt und sanft aufkochen bis die Masse anzieht.

Hat sich der Inhalt der Backform zufriedenstellend entwickelt, wird der Ofen vorgeheizt auf 225° Ober-Unterhitze, den Pudding verstreiche ich möglichst gleichmäßig auf der Oberfläche, verteile nochmals malerisch

2-3 EL Mandelblättchen darüber; gebacken wird der Kuchen ungefähr 25 min- bis die Oberfläche eine leichte Bräunung zeigt.

Schick, oder?

Was fällt euch zu Schweden ein? Musik, mir fällt Musik ein, jenseits von Abba und Roxette

 

 

 

 

13 Gedanken zu „Schwedischer Blaubeerkuchen

  1. Hej Anna,
    wow ich bin begeistert! Deine Variante des Blåbärspaj ist genau nach meinem Geschmack, denn die Schweden knallen überall eine Menge Hefe rein (wahrscheinlich weil des da so kalt ist). Und wie man sieht, geht es ja auch anders. Dein Rezept werde ich auf jeden Fall ausprobieren.Schön, dass du bei #typischschweden dabei bist.
    Liebe Grüße
    Tina

  2. Die sehen sehr verführerisch aus und mir geht es wie dir Schweden kenne ich so gar nicht. Wobei Mittternachtssonne möchte ich schon noch mal miterleben. Mal gucken ob es klappt. ;-) Danke fürs Mitmachen!

  3. Das ist ja ein nettes Gebäck, besonders mit den Blaubeeren.
    Ich hatte mir auch schon ein schwedisches Kuchenrezept herausgesucht, aber dann hatte ein Kurztrip nach Quebec doch Vorrang. Während es sonst, auch im Winter, hier immer sehr schön ist, sorgen extreme Kälte und ein Schneesturm dafür, dass wir den Blick auf den St. Lawrence River nur vom Hotelzimmer aus genießen können – soweit man überhaupt was sieht!
    LG, Karin

    1. oh, erfriert euch nicht, liebe Karin! Hinweis zum Rezept: bei amerikanischen Blaubeeren würde ich die Menge an Beeren verdoppeln, die sind ja doch weniger geschmacksintensiv als die hiesigen Waldheidelbeeren.

      1. Wir haben zum Glück ein sehr schönes Zimmer, und eine Sauna gibt’s auch hier.
        Maine ist doch Blaubeerland, wir bekommen das ganze Jahr hindurch wilde Blaubeeren, frisch oder gefroren 😊

  4. Deine Schnecken sind ja toll! Einerseits noch ein richtiges Winteressen, aber mit den Heidelbeeren doch schon mit dem Geschmack, was noch Feines kommen wird.

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