Lesefutter #2

Rezensionen mit nicht-kommerziellen links

Und hier kommt schon die zweite Folge meiner Lese-Tipps, grade recht um für das nächste Wochenende vorzusorgen, oder jemand Liebes hat ein Ostergeschenk verdient….

Lucinda Riley: The Love Letter (der verbotene Liebesbrief)

Meine Genuß-Empfehlung: eine schön wärmende tröstende Suppe

Die Autorin schreibt einleitend, sie hätte Lust auf einen Krimi gehabt… spannend genug geschrieben ist das Buch, ich konnte mich kaum losreißen. Die Stimmung ist dennoch nicht düster, eher warmherzig- und die Geschichte um einen jahrzehntelang verschollenen Brief aus dem englischen Königshaus mit systemveränderndem Inhalt, einer Enthüllungs-Journalistin, einem Geheimdienstmitarbeiter, Schauspielern durchaus faszinierend. Tote gibt es einige, Verwicklungen noch mehr, – wer Lucinda Riley gerne liest wird diese Geschichte mögen- und am Ende lächeln. Denn dieses paßt sehr gut zu ihr, für die Geschichte ansich war es mir fast etwas seicht.

Andrea Camilleri; Das Nest der Schlangen

Meine Genuß-Empfehlung: Cannoli

Ein paar Jahre ist er schon her, der letzte Montalbano-Krimi den ich gelesen habe. Warum ich aufgehört habe- keine Ahnung, jedenfalls hat mir dieser hier wieder viel Spaß gemacht. Montalbano isst, scheucht seine Mitarbeiter umher, streitet mit seiner Verlobten, und ermittelt in einem skurrilen Mordfall- das Opfer wurde zunächst vergiftet und dann erschossen. Und war ein ziemlich unangenehmer Mensch, dessen Mörder zu finden Montalbano eigentlich für überflüssig hält- dennoch macht er sich mit Scharfsinn und Intuition an die Arbeit, seine Truppe unterstützt ihn auf ihre unnachahmliche Art und Weise. Gute Unterhaltung für Menschen die auch mal gerne lachen beim Krimi-Lesen….

 

Brigitte Glaser: Rheinblick

Meine Genuß-Empfehlung: Kohlrouladen mit Salzkartoffeln

zwei Wochen im November 1972, nach der Wahl Willy Brandts zum Bundeskanzler, in Bonn geben Schauplatz und Zeitrahmen dieses interessanten Romans. Ich war damals 12 Jahre alt, politisch eher uninteressiert, fand Herrn Brandt immer sympathisch.
Das Buch verwebt verschiedene Handlungsstränge um einen Mord an einer Minderjährigen, eine Stimmband-Erkrankung Willy Brandts, eine Wirtin mittleren Alters deren Lokal von der Bonner Polit-Prominenz frequentiert wird, eine WG (diese neumodischen Wohn-Form). Spannend geschrieben, gibt es immer wieder Aha-Momente, so als eine junge Journalistin aus Kehl den frisch in den Bundestag gewählten Wolfgang Schäuble interviewt; oder die immer wieder erwähnten Knautschlackstiefel an die ich mich nur zu gut aus eigener Erfahrung erinnere. Die Stimmung jener Jahre vor allem in der jungen Bevölkerung (Volljährigkeit mit 18 gab es erst ab 1974), Zustände in Kinder- und Jugendheimen, politische Intrigen, na, ihr merkt schon, eine Menge Themen tauchen auf.
Fazit- ein Buch das ich gerne gelesen habe und Lust macht auf mehr von der Autorin. In meinen Augen eine gut gelungene Präsentation eines Stücks unserer Zeitgeschichte.

 

Nähere Infos wie immer im Bücherstapel

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