Das Beste vom Wild

Rezension

Ein neues Buch* hat Einzug gehalten, es war einfach zu unwiderstehlich. Dass im Hause B. viel Wild aus heimischen Wäldern auf den Tisch kommt dürfte kein Geheimnis mehr sein. Insofern bin ich sehr an Ideen interessiert die über die traditionelle Wild-Küche mit ihren schweren dunklen Saucen und der obligatorischen Preiselbeerbirne hinausgehen interessiert. Als ich also beim Besuch eines Möbelhauses dieses Buchs ansichtig wurde entschied ich nach kurzem Durchblättern- das muß ins Haus! Und danke dem Tre-Torri-Verlag sehr für die kostenlose Überlassung dieses wirklich fantastischen Werks- so schnell so vielerlei hab ich noch selten aus einem neuen Buch zubereitet- und das bei meinem beschränkten Zeitkontingent!

Schon von außen erscheint das Buch wild-untypisch, in fröhlichem Rot mit stilisierten Hirschen auf dem Einband, das starke Rot findet sich auf den inneren Umschlagseiten wieder, ein Lesebändchen ist vorhanden.

Zum Inhalt! Nach einem Vorwort des Autors, Karl-Josef Fuchs, in welchem er genau meine Intention aufnimmt- nämlich Wild jenseits der gängigen Zubereitungen auf den Tisch zu bringen- sowie einem weiteren Vorwort des Verlags folgen einige Seiten gefüllt mit Wild-Wissen, geschichtlichen Hintergründen;  Deutsche und ihr besonderes Verhältnis zum Wald, somit auch zum darin lebenden Wild, Geschichte der Wildküche (inclusive der „Dachhasen“, denen ich erst neulich in einer Quiz-Sendung begegnete). Die Jagd, Zuchtwild, die Qualität und inneren Werte des Wildfleisch – auch die Strahlenbelastung- werden ebenfalls recht ausführlich dargestellt, insofern ist dies kein reines Koch- sondern durchaus ein Wissens-Buch.

Zu den Rezepten! Aufgeteilt in die Kapitel  Wildgeflügel, Wildkaninchen/Hase, Schalenwild und  Schwarzwild schließt sich ein Kapitel Wildkochschule an sowie ein Rezeptregister und mit ein paar allgemeinen Informationen wie Garzeitentabelle und Begriffserklärungen schließt das Buch.

Die Rezepte, jeweils auf einer Doppelseite mit großformatigem Bild vorgestellt, sind gut beschrieben, und mit ein wenig Kocherfahrung sehr gut umzusetzen.

In der Wildkochschule werden verschiedene Fonds und Saucen vorgestellt, zudem lernen wir ausgefallene Zubereitungsarten kennen wie Wildgeflügelleber-Parfait, Wildschweinsülze; Räuchern und Confieren wird genauso vorgestellt wie Frikadellen oder Bolognese aus Wild.

Was ich schon getestet habe:

Gaisburger Marsch von der Reh-Schulter

im Ganzen gebratene (französische Barbarie-) Ente  mit gefüllten Zwiebeln und Zwiebelgemüse

 

beides ganz hervorragend geraten;  als nächstes steht ein „Jambalaya“ mit Wild auf dem Speiseplan. Ihr seht schon- meine Erwartung nach Rezepten jenseits der Preiselbeerbirne erfüllt dieses Buch in ganz hervorragender Art und Weise.

 

*Das Beste vom Wild, von Karl Josef Fuchs, erschienen im Tre-Torri-Verlag, Edition Süddeutsche Zeitung. Näheres im Bücherstapel!

 

 

 

 

9 Gedanken zu „Das Beste vom Wild

  1. Das scheint ja ein wirklich gutes Buch zu sein! Leider bekomme ich nicht so oft Wild, daher ist das Buch eher nichts für mich. Schade. Du hättest mir den Mund wässrig gemacht!

  2. Ich bin zwar nicht so der grosse Fan von Wild, aber umso mehr eine RIIIIESEN-Fan von Herr Fuchs und seinem Hotel Restaurant Spielweg in Münstertal.
    Dort war ich schon sehr häufig und kann es euch nur empfehlen

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