Challah für den World Bread Day

World Bread Day, October 16, 2020

Wie jedes Jahr im Oktober feiert auch dieses Jahr die Food-Bloggerszene den World Bread Day, Bloggerinnen und Blogger aus aller Welt veröffentlichen Rezepte für Brote und Brötchen.

Gebacken wird vornehmlich mit natürlichen Triebmitteln wie Sauerteig oder Hefe. Die unermüdliche Zora sammelt alle Rezepte- in ein paar Tagen findet ihr auf ihrer „Kochtopf“-Seite genug Inspiration für ein ganzes Back-Jahr, versprochen!

Und so gibt es von mir heute auch ein Rezept, für ein Gebäck das hier landläufig die Bezeichnung „Hefezopf“ trägt- obwohl es in diesem Falle gänzlich ohne Hefe auskommt. Zudem, so ganz landläufig erscheint das Gebäck bei genauerem Hinsehen dann doch nicht, kommt der Zopf doch gänzlich ohne Milchprodukte aus.

Genug der Vorrede, wir beginnen! Und dies rechtzeitig, indem wir nämlich unsere Lievito Madre auffrischen, zumindest einen Teil davon.

Von der so aufgefrischten LM nehmen wir Für den

Vorteig

25g, vermischen dies mit

215g Weizenmehl Typ 550 und

105g Wasser. Diese Mischung darf sich bei Zimmertemperatur, gerne etwas mehr als 20°, mindestens 6 Stunden oder auch über nacht entwickeln.

Für den Haupt-Teig mischen wir in einer frischen Schüssel

2 Eier

20g Honig

5g Salz und

30g Olivenöl mit dem gut aufgegangenen Vorteig, fügen

210g Weizenmehl Typ 550 hinzu, verkneten das Ganze zu einem glatten Teig den wir ungefähr 5-6 Stunden aufgehen lassen- er sollte sich in etwa verdoppelt haben. Das Mischen geht übrigens sowohl von Hand als auch mit der Küchenmaschine, ich hab beides getestet. Wenn ihr von Hand arbeiten wollt empfehle ich zum ersten Schritt der Mischung einen Schneebesen zu verwenden, damit läßt sich der Vorteig gut mit den Flüssigkeiten vermengen.

Hat sich der Teig zur Zufriedenheit entwickelt kippen wir ihn auf die gut bemehlte Arbeitsfläche, teilen ihn in 4 gleich schwere Teile und wirken diese mit der Baguette-Methode (also auf Spannung) zu 4 gleich langen Strängen von etwa 35-40 cm und versuchen einen 4er-Strang-Zopf zu flechten. Mir ist es mäßig gut gelungen 😉 – Anleitungen finden sich im Netz zuhauf, es kommt nur darauf an die Ungeschicklichkeit der eigenen Finger zu überlisten.

Jedenfalls, der Zopf wandert auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech und darf noch einmal für etwa 2 Stunden aufgehen., sodann wird er bepinselt mit

1 Eigelb, leicht verquirlt- wer mag gibt noch eine Prise Puderzucker und eine Prise Salz hinzu- und mit

Mohn bestreut.

Der Backofen hat bereits vorgeheizt auf 180° (Ober/Unterhitze) , der Zopf wandert hinein, nach etwa 40 min ist er fertig. Kleiner Tipp zur Überprüfung: ich stecke das Bratenthermometer an eine dicke Stelle im Zopf bevor ich ihn raushole, zeigt es mindestens 93° an, ist alles okay!

Der Zopf duftet unwahrscheinlich gut, schmecken tut er ebenso- zum Frühstück mit Butter und Honig gleichermaßen wie zu einem frisch zubereiteten Rindertartar, und er hält sich erstaunlich lange frisch.

Da mir der Teig so gut gefiel habe ich ihn schon mehrfach zweckentfremdet, zum Beispiel als Basis für herzhaft gefüllte Schneckennudeln.

Inspiriert wurde dieses Rezept vom Buch „Pasta Madre“ von Vea Carpi

8 Gedanken zu „Challah für den World Bread Day

  1. Ja, das Flechten finde ich auch nicht so einfach. Bei King Arthur Flour gibt es extra eine Silpatmatte mit aufgedruckter Flecht-Schablone zu kaufen, aber so perfektionistisch bin ich auch nicht. Und der Geschmack ist ja sowieso die Hauptsache. Schön, dass dein Brot einen Sauerteig enthält, ich hab Challah bisher nur mit Hefe gebacken.

  2. Hallo Christine, deine Challah ist ja ein Prachtstück! Vielleicht sollte ich meine LM echt mal wieder reaktivieren.
    Übrigens bin ich fast ein wenig beruhigt, dass es noch mehr Menschen mit leichter 4-Strang-Zopf-Schwäche gibt! Macht alles nix, so lange da am Ende so ein tolles Teil dabei heraus kommt, wie dein Luxuszopf!
    Liebe Grüße
    Simone

    1. oh vielen Dank für das Lob, ich erröte ja fast. Und mit dem Flechten- wer das jede Woche einmal macht kanns dann wohl schon, bei mir kommet das alle 2 Jahre mal vor. Und dafür find ich den Zopf tatsächlich auch ganz hübsch…

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