Pudding- eine Rettung

Ist Pudding eine Herzensangelegenheit? Nun, trügt mich meine Erinnerung nicht gab es Pudding bei der Oma, garniert mit Himbeer- oder Johannisbeer-Sirup, letztere selbst hergestellt und aus dem eigenen Garten. Diese Sirupe mochte ich zwar weniger, aber als Milch-Junkie sagte mir der Pudding umsomehr zu. Zuhause wurde solchen Extravaganzen nicht gehuldigt- Nachtisch? Fehlanzeige. War so, bleibt so, Kuchenbacken für die nachmittägliche Tee-Pause ist viel wichtiger!

Nur zur Erdbeerzeit, da wird der Kuchen gerne mal ersetzt, durch marinierte Erdbeeren mit- Pudding, klar! Am Besten zu Beeren aller Art schmeckt der Mandel-Grieß-Pudding, vor Jahren – oder sinds schon Jahrzehnte? Geht die „Kleine“ der Familie doch auch schon gegen 30…. – jedenfalls entdeckt in einer „Brigitte“ und auf Anhieb den Sprung ins Standard- Repertoire geschafft hat es diese luftig-leichte Kreation, dieser Pudding der Luxus-Klasse, der auch in größeren Mengen zubereitet eine gute Figur macht.

Also ihr sehr schon, ein Plätzchen im Herzen hat sich dieser Pudding schon lange erschlichen. Zeit ihn also ans Licht der Öffentlichkeit zu holen; zumal wenn sich die Gruppe der kulinarischen Retter die Rettung desselben auf die Fahnen geschrieben hat. Die liebe Sina hat freundlicherweise an mich gedacht, so hab ich rechtzeitig von dem Termin erfahren.

 

Zugegeben, ein bißchen mehr Arbeit als das Anrühren eines Fertig-Päckchens macht dieser Pudding schon, dafür hat das Ergebnis eine Menge mehr an Geschmack und Geschmeidigkeit zu bieten- und ihr wißt ganz genau was alles drin ist, oder auch nicht drin ist- Farbstoffe, Konservierungsmittel, Aromastoffe… die Liste läßt sich beliebig fortsetzen. Tatsächlich Herzenssache im ganz wörtlichen Sinn, Essen ohne all diese Segnungen der Lebensmittelchemie erfreut das Herz-Kreislauf-System ungemein, vorausgesetzt der Zuckeranteil hält sich in maßvollen Grenzen.

Jetzt aber los, irgendwann soll der Pudding ja auf den Tisch kommen.

Man nehme: die Milch, mische sie mit Zucker und Mandeln und lasse sie aufkochen. Sodann rühre man den Grieß ein und lasse 10 min quellen. Die Zeit ist gut genutzt zum Trennen des Ei und Aufschlagen des Eiweiß zu Eischnee. Sind die 10 min rum rühre man zunächst das Eigelb in den Pudding und hebe anschließend den Eischnee unter.

Nun darf der Pudding weitgehend abkühlen, ziemlich zu Ende hebe man noch die geschlagene Sahne unter und nun steht dem Genuß nichts mehr im Wege!

Hard Facts

500 ml Milch

40g Zucker

25g geriebene Mandeln (1 Bittermandel dabei)

abgeriebene Schale einer Zitrone

50g Grieß

1 Eigelb

1 Eiweiß, mit einer Prise Salz zu Schnee geschlagen

125g Sahne, geschlagen

 

Geht doch. Oder?

 

Übrigens rette ich nicht alleine- Pudding satt!

Pudding satt!

Juef bei der giftigen Blonden

Friederike vom Fliederbaum

Jankes Soulfood

Andy – Lieber Lecker

Melanie in der kleinen Chaos-Küche

Hardy, der Genussjäger

Susi, die Turbohausfrau

Klaudia- Kochen mit Herzchen

Barbaras Spielwiese

Anikö- Paprika meets Kardamom

Jens- Rohstoff-verarbeitender Betrieb

Zorra vom Kochtopf

Rike-Genial lecker

Heike- Kebo-homing

Sabine- Schmeckt nach mehr

Kerstin- Verboten gut

Irene – Widmatt

Petra- Obers trifft Sahne

 

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41 Gedanken zu „Pudding- eine Rettung

  1. Die Mandeln im Grießpudding sind eine großartige Idee! Wo kriegst Du denn Bittermandeln her? In den Biomandeln, die ich kaufe, ist hin und wieder eine drin, aber das merkt man natürlich erst beim Draufbeißen.

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  2. Bislang mochte ich Mandelpudding nie, vielleicht weil ich Deine Version noch nicht probiert habe. Aber ich werde warten müssen – meine Mädels mögen keine Mandeln….

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  3. So einfach ist das mit dem Grießpudding? Kannte bisher nur Tütengrießbrei und den auch nur sehr oberflächlich. Also den MUSS ich einfach ausprobieren. An Mandeln mangelt es hier in Apulien ja eher nicht. 😉

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      1. Mach‘ ich. Ab nächsten Monat werde ich für ein paar Wochen viel Zeit für so etwas haben. Im Moment gibt’s nur Schwiegermamas Essen oder superschnelle Gerichte.

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  4. Griespudding mit untegehobener Schlagsahne!! Hat unser Sohnemann als kleiner Junge einmal bei seiner „Ersatzoma“ im Hessischen Bergland gegessen. Schwupps musste dieser Pudding in das Standardrepertoire übernommen werden.
    Saisonal kamen dann auch Erdbeeren dazu und das war natürlich die Krönung und auch der Moment wo unser Kleiner auch mal frische Erdbeeren gegessen hat.
    Eine absolut schöne Rettung mit hohem Erinnerungswert für uns. Danke

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  5. Mandeln und Grieß und Erdbeeren – was gibt’s besseres! Die Rettung war glaube ich echt wichtig, es ist super zu sehen, was da tolles zutage kam. Und welche Geschichten dahinter stecken, wo die Rezepte herkommen. Da braucht keiner mehr ein Päckchen! 🙂

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  6. Habe gerade festgestellt, dass ich deinen neuen Blog nicht wie gedacht ins Feedly gepackt hatte… verzeih‘!
    Und Griespudding? Immer her damit, ob mit oder ohne Mandeln. 🙂

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