Sticky Buns zum Geburtstagsbrunch

Die Rettungstruppe feiert ihren 3. Geburtstag – richtig klasse was Sina und Susi da ins Leben gerufen haben. und lädt zum Brunch. Ein wunderbares Thema, mit vielfältigsten Möglichkeiten des Selbermachens, denn es versteht sich von selbst dass zum Brunch keinerlei Fertigprodukte mitgebracht werden. Überhaupt – Brunch –  ein fürchterliches Thema, denn wie soll sich frau entscheiden, zwischen Hefezopf, gefüllten Eiern, Marmeladen und sonstigen Brotbelägen? Von all den Salaten und Quiches will ich garnicht erst anfangen.  So habe ich mich dreimal umentschieden mindestens und weiß genau ich bin nicht die Einzige….

 

 

 

 

 

 

 

Die Sticky Buns, zu deutsch klebrige Brötchen, fanden  sich in einem englischen Kochbuch das sich ausschließlich mit Marmeladen aus Zitrusfrüchten und deren weiterer Verwendung befasst, ein wirklich klasse Buch mit ungewöhnlichen Ideen. Meine Vorräte an Orangenmarmelade schwinden nur langsam und so fand ich die Idee prima diesen Buns und dem Rettungs-Brunch etwas davon zu widmen.

Los gehts mit der Zubereitung eines Hefeteigs, wie üblich setze ich am Vorabend einen Vorteig an aus

75g Mehl Typ 550

5og Lievito Madre

40g Milch

0,2 g Trockenhefe, dies alles wird mit den Händen zu einer glatten festen Kugel verknetet und darf über Nacht im kühlen Zimmer bei ungefähr 15° reifen.

Am nächsten Morgen setze ich zunächst ein Kochstück an, indem ich

10g Mehl (Typ 550) mit

100 ml Milch aufkoche so dass das Ganze eine pudding-ähnliche Konsistenz erhält. Dies ist ein bewährter Trick mehr Feuchtigkeit in einen Hefeteig zu kriegen, so dass er länger frischbleibt und sich auch noch gut verarbeiten läßt. Das ist bei diesem Gebäck wichtig, schließlich soll der Teig ausgerollt werden. Erst wenn das Kochstück völlig abgekühlt ist fahre ich mit der Teigzubereitung fort.

Zum Vorteig gebe ich

325g Mehl (Typ 550)

40g Zucker

50 ml Sonnenblumen-Öl

1g Trockenhefe

1 Ei sowie das Kochstück und verknete alles zu einem geschmeidigen Teig. Dieser darf nun 1-2 Stunden gehen, diesmal im warmen Zimmer, bis er sich deutlich vergrößert hat.

Nun wird das „sticky goo“ vorbereitet – ist das nicht ein herrlicher Ausdruck? Gefällt mir viel zu gut um nach einer Übersetzung zu suchen….  das Sticky goo besteht in diesem Fall aus

6 El Orangenmarmelade, hergestellt beispielsweise wie hier gezeigt

100g braunem Zucker

50g Creme fraiche

50g Butter, die alle zusammen aufgekocht werden. Wenn in der Marmelade größere Stücke sind, sollten diese kleingeschnitten oder gehackt werden. Das Gemisch wird sodann in die Backform gefüllt- gut eignet sich beispielsweise eine Lasagne- Form.

Ist der Teig schön aufgegangen wird er ausgerollt, ungefähr auf 25×30 cm,  mit

50-70 g zerlassener Butter eingepinselt, mit einer Mischung aus

Zimt und Zucker bestreut, zudem habe ich noch

75g grob gehackte Pecan-Nüsse und

75g Rosinen darauf verteilt. Von der längeren Seite her aufgerollt schneide ich nun 12 Rollen ab, dicker als für Schneckennudeln, und platziere sie auf der Schnittfläche in die Backform mit dem „Sticky Goo“, und zwar mit etwas Abstand dazwischen, sie sollen ja noch ein wenig aufgehen. So ungefähr 30-40 min Zeit gebe ich ihnen, bevor sie in den vorgeheizten Ofen (170°Heißluft) kommen. Nach ungefähr 40 min hole ich sie wieder raus und lasse sie noch etwa 15-20 min abkühlen bevor ich sie auf eine Platte stürze.

Fabelhaft, sieht das nicht nur aus sondern schmeckt auch so- am Besten direkt nach dem Stürzen, noch ein wenig warm. Die Orangenmarmelade verleiht einen herben Touch, wer das nicht so mag kann auch Apfel- oder Quittengelee verwenden.

Und nun schauen wir uns um, was sonst noch so an Köstlichkeiten auf dem Brunch-Buffet gelandet ist:
http://bonjouralsace.blogspot.com/2017/03/das-sogenannte-eiweissbrot-und-dann.html
https://www.muenchner-kueche.de/2017/03/obazda-eine-bayrische-tradition.html
http://dasmaedelvomland.blogspot.co.at/2017/03/wirrettenwaszurettenist-drei-jahre-und.htmlhttps://www.facebook.com/groups/717554214943517/?ref=bookmarks
1x umrühren bitte aka kochtopf: Joghurt-Brötchen mit Sauerteig
auchwas: Egg-Benedict mit Homemade English Muffin
Aus meinem Kochtopf: Klein und lecker: Zimtschnecken mit Apfel – Rezept und Tipps
Barbaras Spielweise: Bananen-Zimt-Waffeln
Brittas Kochbuch: Pastéis de Nata – Portugiesische Puddingtörtchen
Brotwein: Schnelle Sonntagsbrötchen mit über-Nacht-Gare
Cuisine Violette: Bananen-Pancakes
Dynamite Cakes: Vegane Apfelmuffins ohne Soja
Fliederbaum (kein FB): Grüne Tartelettes
German Abendbrot: Sandwich mit Lachs, Gurke und Remoulade
giftigeblonde: Nussschneckchen
Katha kocht!: Gebeizter Saibling auf Apfelsalat mit Salicorne
kebo homing: Germkipferl
Kochen mit Herzchen: Häppchen in Pink
LanisLeckerEcke: Bärlauchpesto und Monkeybread zum Geburtstag
lieberlecker: Brownie Ostereier
Obers triftt Sahne: Sandwichtorte mit Frischkäse
our food creations: Gefüllte Eier und Kartoffel-Baguette
Pane-Bistecca: Schweizer Weggli
Paprika meets Kardamom: Wir retten das Brunch – Rosa Rote Bete-Heringssalat
Prostmahlzeit, die Turbohausfrau: Geburtstagsbrunch
Schönes + Leben: wirrettenwaszurettenist:ZitronenrührkuchenmitMohnundLemoncurd
Summsis Hobbyküche: Focaccia zum Brunch
The Apricot Lady: Bagel zum Geburtstagsbrunch der Rettungsgruppe
Unser Meating: Geburtstagsbruch mit Graved Lachs

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57 Gedanken zu „Sticky Buns zum Geburtstagsbrunch

  1. Für die Süssschnuten in der Familie eine ausgezeichnete Idee für unseren Oster-Brunch. Und Orangenmarmelade gibt es bei mir sowieso immer im Vorrat, ich habe da eine liebe Bekannte, die mich jedes Jahr aufs neue mit ihrem Sortiment an selbstgemachten Zitruskonfitueren beschenkt.

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    1. ja Schnecken sind ganz gut vertreten, sind ja auch was Tolles- und ejdesmal ganz anders. ich freu mich auch über die Aktionen- vor Allem der größere Rhythmus entstreßt und macht mehr Spaß.

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  2. Eine sehr interessante Idee, aber ich bin kein Fan von Orangenmarmelade. Mir ist die zu bitter. Aber mit meiner Mandarinen-Vanille-Marmelade könnte ich mir das schon sehr gut vorstellen. Wahrscheinlich ist es dann aber besser, den Zuckergehalt etwas zu reduzieren. Wie auch immer – ein schöner Beitrag zum Brunchbuffet 🙂

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    1. Ja, das kann ich mir vorstellen dass die leichte Bitter-Note nicht jederfraus Geschmack trifft. Zum Glück gibt es Ausweichmöglichkeiten, Apfelgelee oder Quittengelee oder auch Mandarinenmarmelade. Zucker reduzieren ist nicht unbedingt nötig, im Teig ist ja sowieso nicht viel drin.

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  3. Ich finde es sehr spassig, dass so langsam alle amerikanischen Rezepte in Deutschland landen (hierher kommen ja allmählich immer mehr Brotrezepte aus Deutschland). Die Sticky Buns gibt es in den USA überall, meistens sind sie abartig süss, daher ist es schon gut, wenn man sie selbst machen kann.
    „Goo“ ist übrigens eine klebrige Masse, „sticky goo“ ist also doppeltgemoppelt.
    LG, Karin

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    1. Für mich war es auch ein erstes Mal mit der Marmelade- und sicher nicht das letzte Mal. Wobei ich die Sticky Buns bestimmt noch in anderen Versi0nen versuchen werde, das ist einfach eine schöne Variante der Schneckennudel.

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  4. Ohhh mit Orangenmarmelade. Das Rezept hüpft mich ja ganz arg an! Dabei kannte ich Sticky Buns bisher noch gar nicht. Scheint ein sehr großer Fehler zu sein, das nicht zu kennen.

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  5. Sticky buns so richtig sticky, mit Orangenmarmelade. Wow, das ist eine tolle Idee. Da muss man sich dann zwischendrin ständig die Finger ablecken, so wie es beim Brunch sein muss. Tolle Idee!

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