Blog-Bilanz und eine Mitternachts-Suppe vom Ochsenschwanz

Was wären die berühmten Tage zwischen den Jahren ohne Rückblicke jeglicher Art? Natürlich schließe ich mich an und pflege die Tradition, ins Leben gerufen von Sabine, im letzten Jahr weitergeführt von Sina, dieses Jahr hat Sabine wieder die Regie übernommen. Folgende Fragen gilt es retrospektiv zu beantworten:

1. Was war 2016 dein erfolgreichster Blogartikel?

Woran mißt sich der Erfolg? Klicks? Likes? Kommentare? Das muß ich mir wohl selber überlegen und schaue nach welche Informationen ich meiner Statistik entlocken kann.

Den Artikel mit den meisten klicks gibt es nicht direkt- das sind nämlich zwei die sich ein permanentes Kopf-an-Kopf-Rennen liefern:

Beide Artikel stammen aus Rettungsaktionen, was mich besonders freut, zeigt es doch dass die Themen der Rettungstruppe auf Interesse stoßen. Hier gehts zu den Artikeln: Omas Apfelgelee   Bratkartoffeln

Und damit hörts auch schon auf, die Verknüpfung von likes oder Kommentaren zu einzelnen Artikeln läßt sich nicht so ohne Weiteres herausfinden. Schade, oder?

2. Welche drei deiner eigenen Blogartikel aus diesem Jahr haben dir persönlich am meisten bedeutet?

Tja, woran bemesse ich denn was mir ein Artikel bedeutet? Was mir besonders gelungen ist, besonders gut geschmeckt hat, welches Thema mir besonders am Herzen liegt?

Vielleicht diese drei:

Welcher Weg mag der richtige sein?

Die Würde des Menschen

über ein Buch, ein ganz besonderes, – Lesen gehört nun mal zu meine liebsten Lieblingsbeschäftigungen. Also lest!

Bratwurstschnecke für zwei
Bratwurstschnecke für zwei

Wenn der Hund mit der Wurst– oder der erste Versuch der Bratwurstherstellung der so gut geklappt hat, ist das in jedem Falle von Bedeutung.

Kuh-Komfort

Die Milch macht’s – oder wenn Kühe im Komfortstall wohnen weil ihre Milch zu fairen Preisen verkauft werden kann; immer wieder ein Thema und ich bin immer wieder froh über die zahlreichen Möglichkeiten vor meiner Nase Spitzenprodukte direkt vom Erzeuger um die Ecke beziehen zu können.

3. Und welche drei aus anderen Blogs haben dich am meisten inspiriert?

Feinschmeckerle gab den Anstoß zu der Milch-Geschichte; ansonsten stechen nicht unbedingt einzelne Artikel heraus. Gerne lese ich bei Julia, wir teilen uns so manche Eigenschaften und ich nehme aus ihren Artikeln immer wieder mal was Anregendes mit.

4. Welches der Rezepte, die du 2016 veröffentlicht hast, hast du selbst am häufigsten gekocht – und warum?

Wurstsalat
Wurstsalat

Ganz klar- der Wurstsalat! Und Warum? Nun, weil er gut schmeckt, klar! Noch besser mit eigenen Radieschen aus dem Hochbeet, eignet er sich prima für unsre Samstag Abende, wenn ich dann endlich auch im Wochenende angekommen bin.

5. Welches Koch- oder Blog-Problem hat dich 2016 beschäftigt? Und hast du es gelöst?

Über diese Frage hab ich am Längsten nachgedacht. Und  bin zu dem Schluß gekommen, mein bog ist dazu da mir Freude zu machen, mir einen kreativen Ausgleich zum Arbeitsleben zu verschaffen, zudem ein Draht zu einer Welt von Gleichgesinnten- Probleme? Pah, die lasse ich nicht zu.

6. Was war deine größte kulinarische Neuentdeckung dieses Jahres – welches Lebensmittel, welches Rezept, welche Küchentechnik, welcher Geschmack hat dir eine völlig neue Welt eröffnet?

Lamm Lea!

7. Was war der beste (oder lustigste) Suchbegriff, über den Besucher auf dein Blog gekommen sind?

Achja, die Suchbegriffe- leider werden sie nicht mehr in ihrer ganze Fülle bereitgestellt, meistens steht da „unbekannter Suchbegriff“. Ein paar erheiternde sind dennoch gelandet, am kryptischsten sicher

„Antonia jam bei“

8. Was wünschst du dir und deinem Blog für 2017?

Nun, ganz ehrlich, ich bin – rein persönlich betrachtet- mit dem vergangenen Jahr sehr zufrieden und halte mich generell mit Wünschen zurück; ich schau lieber gespannt auf das was kommt.

 

 

Fängt das Jahr mit dem Genuß einer herrlichen Suppe an ist schonmal ein guter Grundstein gelegt;- für den Frieden im Kleinen und vielleicht auch im Großen. Also bringe ich traditionell zum Jahresrückblick eine solche mit.

Ochsenschwanz-Suppe

Am Vortag die Stücke vom

Ochsenschwanz, ich hatte ungefähr 1 Kilo und habe daraus 6 Teller Suppe gewonnen, in etwas Öl auf einer Seite anbraten,

1 El Tomatenmark

zufügen, kurz mitrösten, dann das kleingeschnittene Gemüse

1/2 Stange Lauch

2 Möhren

1/2 Sellerieknolle

1 Zwiebel zugeben, kurz mitrösten,

1 Tl Quatre-Épices und

1 Tl Granatapfel-Sirup zugeben, unterrühren und nach 1 Minute mit

30 ml Cognac ablöschen und flambieren.

Wenn die Flammen erloschen sind, peu a peu

200 ml Rotwein zugeben und auf etwa die Hälfte einkochen lassen, dann mit

600ml Rinderbrühe (vom Tafelspitz z.B) aufgießen, es kommen noch

4 Wacholderbeeren und

3 Lorbeerblätter hinzu und das Ganze wird etwa 4 Stunden auf niederer Flamme mehr gargezogen als gekocht.

Ich habe nun den ganzen Topf über Nacht in die Kälte gestellt. Was teils praktisch teils auch unpraktisch war. Der Fond hatte so angezogen dass er quasi fest war, was heißt er ließ sich kaum durchsieben…. Ich hab die Fettschicht abgehoben, die Ochsenschwanzstücke rausgeholt und den Rest auf kleinster Flamme gerade so verflüssigt.

Zuvor wurde allerdings der Roux für die Suppe gebrannt, danke an Arthurs Tochter für ihre Super-Anleitung!

3 El Mehl in

2 El Öl (oder Ghee, wer hat) gemächlich unter ziemlich beständigem Rühren anrösten bis eine Farbe von Milchkaffee erreicht ist. Dann mit

150 ml Rotwein (nächstes Mal- Madeira, für den unvergleichlichen Geschmack aus der Kinderzeit) ablöschen und den Fond von oben durch ein Sieb dazuschütten. Umrühren bis es kocht,

1 Tl dunkles Kakao- Pulver guter Qualität zufügen; sodann auf kleiner Flamme ungefähr 20 Minuten leicht köcheln lassen. Dies ist wichtig damit sich der Mehl-Geschmack verflüchtigt.

Wir mögen gerne die im Fond mitgekochten Möhren, und so habe ich diese mit in den Suppen-Ansatz geworfen. Zudem kam in den letzten fünf Minuten noch eine Gemüse-Einlage aus

1/2 Stange Lauch (in sehr schmale Ringe geschnitten) und

1 große Möhre (in kleine Würfelchen geschnitten) hinzu.

Zwischenzeitlich hatte ich das Fleisch von den Ochsenschwanz-Stücken geschnitten- viel ist es ja nicht was da übrig bleibt. Dieses kam ganz zum Schluß dazu. Noch ein Schuß Rotwein, abschmecken mit Pfeffer und Salz, auf Teller verteilen, einen Schuß

leicht angeschlagener Sahne und etwas

glatte Petersilie, gehackt, drüber- fertig ist ein Hochgenuß.

 

Ich wünsche uns allen einen guten Start in ein wunderbares Jahr 2107; ein wenig mehr Frieden auf unsrer Erde und jeder Einzelnen und jedem Einzelnen ein Stück vom Glück.

 

 

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20 Gedanken zu „Blog-Bilanz und eine Mitternachts-Suppe vom Ochsenschwanz

  1. Interessante Frage, woran man den Erfolg eines Artikels misst.
    Ich für meinen TEil habe auch die von wp zur Verfügung gestellten Statistiken zu Rate gezogen, aber es ist natürlich nicht gerecht, ein paar Beiträge vom Dezember hatten ja gar nicht die Gelegenheit sich so großartig zu entwickeln ggg..werden wir nächstes Jahr sehen bei der Bilanz.

    Dir und deiner Familie einen guten Rutsch!
    Sina

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  2. Danke fürs Mitmachen! Von Deiner Einstellung, dass das Blog Spaß und Entspannung sein soll, schneide ich mir einfach mal eine Scheibe ab, ja? Ich fühle mich nämlich doch manchmal ganz wuschig gemacht von all dem „man müsste“ und „man sollte“, das einem überall um die Ohren schwirrt: die richtigen Dinge bloggen, auf die richtige Art bloggen, noch mehr Social Media … Aber ich bin auch entschlossen, mich davon nicht mehr so wuschig machen zu lassen. Danke für Deine lockere, entspannte Art und auch Dir ein erfolgreiches Jahr 2017 – persönlich und mit dem Blog.

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    1. Vielleicht liegt es daran dass mein Beruf ganz Anderes von mir fordert, dass ich diese Einstellung pflegen kann- was bei dir ja doch anders ist, ein bißchen wie der berühmte „Busman’s holiday“ stell ich mir vor.
      Ich wünsch dir jedenfalls einen guten Start in ein erfreuliches- entspanntes!- Jahr 2017

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  3. Das mit dem „Probleme nicht zulassen“ sollte ein allgemeiner Vorsatz für 2017 werden… schön, dass Dich das Thema Milch so inspiriert hat. Auch wenn das Ganze leider wieder „aus den Medien“ ist, bin ich ganz froh, dass ich doch recht konsequent war, was das Lokale einkaufen angeht. Dir und Deinen Lieben einen guten Rutsch!

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    1. Ob sich das so einfach in die Tat umsetzen läßt, ohne Probleme? Selbige neigen ja häufig dazu uns hinterrücks zu überfallen. Ich wünsch direin Hutes, erfreuliches, friedliches 2017- und denke wir werden uns kennenlernen, eine durchaus erfreuliche Perspektive.

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  4. Ich wünsche dir auch ein erfreuliches Neues Jahr, liebe Christine (wir können das hier in den USA ja leider nicht erwarten!).
    Die Ochsenschwanzsuppe erinnert mich immer an meine Grossmutter, deren Suppe auch wunderbar schmeckte – aber der Geruch, wenn der Ochsenschwanz kochte, war eher zum Weglaufen.
    Ich bin dieses Jahr viel weniger zum Bloggen gekommen, aber vielleicht schaffe ich so einen Rückblick ja doch mal 🙂

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  5. Also, zu erst einmal alle wunderbarsten Wünsche für das gerade frisch geschlüpfte Jahr, auch wenn du dir gar nichts weiter wünscht. 😉
    Die Suppe steht immer noch auf meiner Liste, mal sehen, Ochsenschwanz wäre wieder da.
    Und das mit der entspannten Haltung dem Bloggen gegenüber sehe ich ganz genauso, obwohl ich keinen stressigen Job habe…

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  6. Ein wundervolles 2017 wünsche ich dir ♥

    Wusstest du schon, dass es in deinem Blog schneit? Ist übrigens der erste Schnee den ich diesen Winter sehe 🙂 Ach ja, der Spaß sollte beim Bloggen und überhaupt bei dem was man so tagtäglich tut nie verloren gehen, sondern permanent an oberster Stelle stehen.

    Liebste Grüße, Franzi

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  7. Ein schöner Rücksicht – und gut, dass Du fragst, wie sich Erfolg misst. Das ist ja nicht nur beim Bloggen ein Thema.

    Dir und Deinem Blog wünsche ich alles Liebe und Gute für 2017! Wir lesen uns.

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