Waffel-Vergnügen

Kürzlich war es wieder einmal soweit, eine Ladung handlicher Kleinigkeiten war gefragt.  Für mich immer eine leichte Herausforderung, gilt meine Leidenschaft doch eher größeren Backwerken wie sich bei näherer Betrachtung dieser Seiten leicht feststellen läßt. Ein Rezepte-Register wäre sicher hilfreich… irgendwann werd ich mich der Erstellung eines solchen widmen. Bestimmt.

Mein erste Wahl fiel auf diese wunderbaren Kekse die Eva Kochpoetin neulich vorgestellt hat. Ein großer Fehler war, diese bereits zwei Tage vor dem Termin zu backen-Eva hat ganz recht mit ihrer Warung vor der Unwiderstehlichkeit dieser Hobnobs. Soll noch jemand sagen die englische Küche taugt nichts…

Jedenfalls mußte was Neues her. Mein Blick fiel auf das Waffeleisen, vor einiger Zeit beim Discounter erjagt stand es da einigermaßen vorwurfsvoll herum. Gekauft in der Absicht dicke und dabei luftige Waffeln zu produzieren im Gegensatz zu den feineren die das Herz-Eisen hergibt.

Fündig wurde ich bei Stephanie Gingerbread, ihr Rezept für Waffeln Lütticher Art hat sie auf einem belgischen blog gefunden.

Waffle bites- kleine Waffeln Lütticher Art

Wie üblich begann ich bereits am Vorabend mit dem

Auffrischen meiner Lievito Madre,

hierfür wird die vorhandene Menge an LM gewogen, ebensoviel Mehl (Typ 550) hinzugefügt und halb so viel Wasser, hier

120g Lievito Madre aus dem Kühlschrank

120g Mehl Typ 550

60g Wasser, all dies wird zu einer glatten Kugel verknetet. Ich mit meinen Handicaps mach das mit den Knethaken des Handrührgeräts.

Diese Kugel darf eine Stunde bei Zimmertemperatur oder auch etwas wärmer, beispielsweise im Backofen bei eingeschalteter Lampe, ruhen. Den Teil den ich für die Waffeln verwenden möchte, ungefähr 60g, nehme ich ab und lasse ihn bei Zimmertemperatur über Nacht stehen, der Rest wandert, wiederum zu einer Kugel geformt,  in den Kühlschrank.

Für den endgültigen Teig am nächsten Morgen gebe ich in die große Rührschüssel

480g Mehl Typ 550 (hier:Gelbweizen)

60g Lievito Madre von oben

30g Zucker

2g Trockenhefe

2 Eier

190g Butter, handwarm

120 ml Milch

50g Quark , lasse die Maschine kneten bis sich eine glatter Teig entwickelt- das dauert ein Weilchen, bis die Butter wirklich gut eingearbeitet ist.  Der Teig darf dann im Ofen bei 30° 1-2 Stunden gehen, bis er sich sichtbar vergößert hat.

Sodann wird der Teig ausgerollt, eher lang als breit, bestrichen mit

2-3 El Zitronensirup (den hatte ich von hier übrig, kann auch weggelassen werden)

bestreut mit

Hagelzucker– wer hat verwendet natürlich den belgischen „Pearl Sugar“, den ich mir bei nächster Gelegenheit zulegen werde- Menge siehe Foto- und wer wie ich kleine Waffelbissen backen möchte teilt den Teig- Streifen noch einmal der Länge nach.

Jeder Teig-Streifen wird nun so fest als möglich aufgerollt, in 12 Teile geschnitten wie für Schneckennudeln, und unter einem Tuch nochmals so ca.30 Minuten in Ruhe gelassen.

Sobald das Waffeleisen heiß ist gehts ans Ausbacken: je zwei Schnecken werden senkrecht in die Mulden gestellt und solange ausgebacken bis leichte karamellige Stellen erkennbar sind, dort wo Zucker direkt auf Eisen trifft. Bei meinem Eisen 7 Minuten- also nehmt euch genug Zeit- oder backt einfach große Waffeln, dann dauerts nur halb so lang.

Um die Waffel-Bissen noch etwas attraktiver zu gestalten schmelze ich

70 g Karamell-Schokolade-Chips, gebe noch einen

Schoko-Nikolaus (Vollmilch, ca 60g) dazu und streiche eine „Ecke“ jeder Waffel damit ein.

Voilà- fertig ist eine Köstlichkeit die es mit Sicherheit noch oft geben wird. Denn Waffeln gehören seit eh und je zu meinen Lieblingen und mit dieser Vorliebe bin ich keineswegs alleine hat sich gezeigt.

 

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11 Gedanken zu „Waffel-Vergnügen

    1. ja , man sollte wirklich öfter. Ich glaub ich werd gleich nachher einen Teig ansetzen um Vorrat für mein Frühstück anzulegen. Nix besseres als eine Waffel zum Frühstück, mit Ricotta und Marmelade als Belag….

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  1. Oh wie lecker!!! Das freut mich aber auch sehr, daß ich Dich mit meinen unverschämt süßen Waffeln in Versuchung führen konnte 🙂
    Leider bleiben bei uns keine Schokonikoläuse übrig, sonst hätte ich mich ja gerne von Dir inspirieren lassen!

    Gefällt 1 Person

    1. Rück-Inspiration, sozusagen, wäre das dann- du kannst aber auch jede andere Schokolade zur Ecken-Verzierung verwenden, bin ich überzeugt von. Die Süße der Vollmilch- Schoko hat gut gepaßt. Jetzt mach ich mich auf die Suche nach dem Pearl Sugar…

      Gefällt 1 Person

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